aus: Hellweger Anzeiger, Mittwoch, 11. September 2002
Von Christian Stipeldey
Schon als Kind davon geträumt, Politiker zu werden
Hubert Hüppe bewirbt sich als CDU-Direktkandidat erstmals im
Wahlkreis Unna I - Besonders beschäftigt er sich mit Bioethik- und Lebensrechtfragen
UNNA • Er ist sich bewusst, dass er am Wahlabend des 22.
September zittern muss: Huppert Hüppe, hiesiger CDU-Direktkandidat für
den Bundestag, hat einen nicht leichten Stand.
Im Wahlkreis Unna I ist er seit gut einem Jahr zwar kein unbekannter mehr,
so geläufig wie in seinem bisherigen Nachbarwahlkreis Unna II/Hamm,
wo er für CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer Platz machte, ist sein
Name hier allerdings noch nicht.
Der 45-Jährige lebt mit seiner Frau, einer Tochter und zwei Söhnen
in Werne. "Wenn mir überhaupt Zeit für Hobbys bleibt, dann steht
die Familie an erster Stelle. Ich brauche die Zeit mit meinen Kindern", sagt
er. Dann kann man ihn zusammen mit dem Nachwuchs beim Spaziergang im Naturschutzgebiet
an einem toten Arm der Lippe antreffen. "Ich bin zwar ruhrgebietsnah aufgewachsen,
habe aber immer in Waldnähe gewohnt, so dass die Naturverbundenheit
geblieben ist."
Zum Urlaub zieht es ihn deshalb regelmäßig ans Wasser. "Es muss
nicht das Meer sein, aber wenn es in die Berge geht, muss ich zumindest
einen See in der Nähe haben", erzählt er.
Sportlich engagiert ist er in der Fußballmannschaft des Bundestages,
ab und zu spielt er auch Volleyball. Wenn es gesellig wird, trifft man ihn
in Skat- und Doppelkopfrunden mit Parlamentskollegen an. Als Freizeithelfer
in der Jugendarbeit lernte er auch den ein oder anderen Handgriff auf Musikinstrumenten.
Heute ist sein Interesse daran weit gestreut nach dem Motto: "Von allem ein
bisschen, aber nichts richtig." "
Politiker zu werden, war immer ein Wunschtraum von mir", sagt Hüppe.
Dass äußerte sich früh: "AIs Kind wollte ich die Tierfreundpartei
gründen" schmunzelt er. Nach der Mittleren Reife und der Ausbildung
zum Diplom-Verwaltungswirt arbeitete er beim Sozial- und Jugendamt Lünen.
Seit 1989 ist er Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes und seit 1991 - zunächst
als Nachrücker - über die Landesliste Mitglied des Bundestages.
Dort engagiert er sich vor allem als drogenpolitischer Sprecher und als Sprecher
der Initiativgruppe "Schutz des menschlichen Lebens" der CDU/CSU-Fraktion
sowie als stellvertretender Vorsitzender der Bundestags-Enquete-Kommission
"Recht und Ethik der modernen Medizin". Seit 1993 ist er stellvertretender
Bundesvorsitzender der "Aktion Lebensrecht für Alle" (ALfA), die sich
mit ähnlichen Fragen auseinandergesetzt.
Wenn Hüppe im Wettbewerb um das Direktmandat unterliegt, setzt er
ganz auf seinen Listenplatz mit der Nummer 33.