aus: Hellweger Anzeiger, Mittwoch, 12. November 2003
Der lange Weg zur Lärmschutzmauer
Seit zwei Jahrzehnten fordern Anwohner den Bau - 1990 wurde
erstmals versprochen
HOLZWICKEDE • Die Geschichte der Lärmschutz-Mauer ist lang
– und für Betroffene war sie bislang von vielen
Enttäuschungen bestimmt.
• Im März 1960 beginnt der Bau der als vierspurige
Schnellstraße geplanten “neuen“ B1 östlich Dortmunds.
• Anfang der 80er Jahre wird der Lärm für die Anwohner
unerträglich. 1982 beantragt die CDU-Fraktion erstmals einen
Lärmschutz. Der Antrag wird abgewiesen, weil Schallmessungen
Ergebnisse unterhalb der Grenzwerte erbracht haben. Anwohner
kritisieren, die Messung sei zu weit von der Straße entfernt
erfolgt, angeblich vor dem Kindergarten an der Nordstraße.
• 1988 organisieren sich die Bürger selbst: 200 Unterschriften
werden gesammelt und dem Landesministerium für Straßenbau
geschickt – ohne Erfolg.
• 1990 scheint der Lärmschutz zum Greifen nah: Das Autobahnamt
Hamm stellt die Pläne erst den kommunalen Gremien und dann am
28.März bei einer Bürgerversammlung vor. Doch der
Lärmschutz wird an den sechsspurigen Ausbau der B1/A44 gekoppelt –
und dieser rückt in weite Ferne, als klar wird, was den Bund die
Wiedervereinigung Deutschlands kostet.
• Im Mai 2001 stellt das Land eine “zeitnahe“ Umsetzung des Vorhabens
in Aussicht. Der Holzwickeder Rat verabschiedet einstimmig eine
Resolution, die den Baubeginn “sofort“ verlangt.
vgl. dazu den Artikel vom gleichen Tag: Die
große Beruhigung