aus: Westfälische Rundschau, Freitag, 08. August 2003

Schulwegsicherung in Hengsen: Kritik an der Verwaltung

Holzwickede. (peg)  Mit ihrer Forderung nach Zebrastreifen am Kreisel in Hengsen zur Schulwegsicherung rennen die Eltern und Pädagogen aus Hengsen bei der CDU offene Türen ein.

Dass die Eltern 200 Unterschriften gesammelt haben, um ihrem Antrag den nötigen Druck zu verleihen, findet Frank Lausmann "völlig in Ordnung". Nicht aber, wie sich die Verwaltung verhalten habe: Bei der Übergabe der Unterschriftenliste hätten deren Vertreter darauf hinweisen sollen, dass die CDU schon vor drei Jahren die Schulwegsicherung in Hengsen gefordert habe. Lausmann: "Seitdem haben wir immer wieder nachgehakt, zuletzt im Rat." In Absprache mit Jens Schmiedgen sei der CDU-Antrag bis zum nächsten Verkehrsausschuss vertagt worden. "Deshalb sind wir schon sehr erstaunt, dass die Verwaltung bei der Übergabe der Unterschriften nichts dazu gesagt hat." Zumal es auch einen Grundsatzbeschluss aller Fraktionen gebe, dass in Hengsen etwas passieren müsse.

Nach dem CDU-Antrag sei damals eine Verkehrszählung durchgeführt worden, die gezeigt habe, dass das Verkehrsaufkommen an der Unnaer Straße für einen Zebrastreifen wohl zu gering sei. Lausmann: "Vom Straßenverkehrsamt wurde auch stets argumentiert, dass ein Zebrastreifen gefährlich sei, weil er nur trügerische Sicherheit vermittelt." Fachbereichsleiter Jens Schmiedgen sieht das genauso. "Das habe ich bei dem Termin am Kreisel vorige Woche auch gesagt."

Die Kritik der CDU kann er jedoch nicht nachvollziehen: "Warum sollen die Bürger keinen Ergänzungsantrag stellen und Druck machen?" Der CDU-Antrag sei ausführlich diskutiert worden. "Das Straßenverkehrsamt des Kreises Unna tut sich schwer damit." Im nächsten Verkehrsausschuss sollen beide Anträge nun weiter diskutiert werden.

Bildunterschrift: Unterschriftenübergabe in Hengsen: Die CDU hätte einen Hinweis der Verwaltung auf ihren Antrag erwartet.