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aus Hellweger Anzeiger: Montag, 27. September 2004

Gemeinderat wächst auf 40 Sitze

Durchmarsch der SPD in den Bezirken schafft Überhangmandate

Von Sebastian Smulka 

HOLZWICKEDE •  Die SPD strich alle Direktmandate ein – und sorgt damit für eine Vergrößerung des Rates. Von ihr profitieren vor allem die kleineren Parteien.

Statt 32 werden demnächst 40 Ratsleute zusammen mit dem Bürgermeister über die Belange der Gemeinde befinden. Die Vergrößerung des Rates ergibt sich zwangsläufig aus dem Durchmarsch, den die SPD in den 16 Wahlbezirken hingelegt hat: Gemessen an der alten Ratsgröße hätten die 16 Sitze zusammen mit der Bürgermeisterstimme eine absolute Mehrheit ergeben. Doch die SPD repräsentiert nur 40,9 Prozent der Wähler, und um den Proporz zu wahren, hat der Gesetzgeber die Regelung mit den Überhangmandaten eingeführt.
Nutznießer davon sind die kleineren Parteien. Gemessen an den Wahlergebnissen von 1999 hätte die FDP mit ihren 7,5 Prozent um ihr drittes Mandat bangen müssen, die Grünen hätten ihres nicht bekommen. Nun aber sind beide als Trio im Rat vertreten
Die SPD-Fraktion setzt sich künftig allein aus den 16 Siegern der Bezirke zusammen, während die CDU nun alle zehn Sitze über die Reserveliste besetzen muss.
Der neue Rat besteht großteils aus alten Gesichtern. Einige der „Nachrücker“ bei den kleineren Parteien waren bislang schon als Sachkundige Bürger tätig. Das gilt etwa für Anne Lammert, die dank des dritten FDP-Mandats in den Rat einzieht, genau so wie für Bernd Busemann, der bei der Jungen Liste den komfortablen Listenplatz 1 hatte.
Eine der größten Überraschungen des Abends – und im Schulforum sogar lauter bejubelt als Rothers Wiederwahl – ist der Einzug von Christoph Michel. Der Juso-Vorsitzende zog ebenfalls als Direktkandidat ein und ist mit seinen gerademal 19 Jahren der jüngste Ratsherr, der Holzwickede je hatte. Er verwies in seinem Wahlbezirk am Schulzentrum sogar gestandene Ratsmitglieder wie Rolf Kersting (CDU) und Inge Homberg (Bürgerblock) auf die Ränge.

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