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aus Hellweger Anzeiger: Mittwoch, 28. Juli 2004

Hengsener Kreisel bleibt Zankapfel

Rother und die CDU sind sich uneins darüber, wer der Vater des Erfolges ist

            Von Sebastian Smulka

Hengsen • Die Zebrastreifen am Hengsener Kreisel sind beschlossene Sache. Doch die politische Debatte darum läuft noch weiter.

Bürgermeister Jenz Rother heftet sich die Zebrastreifen jetzt als Erfolg an die Brust nicht ohne einen Seitenhieb auf die Opposition, die ihm in dieser Sache zuletzt Untätigkeit vorgeworfen hat. "Das ist ein Ergebnis des ach so ergebnislosen Verkehrsgesprächs mit Griepenburg", sagte Rother. Vor zwei Wochen hatte der Bürgermeister im Rat von dem Gespräch berichtet, in dem der Niederlassungsleiter des Landesbetriebs Straßenbau eine "Prüfung" der Zebrastreifen-Frage angekündigt hatte. Das war vor allem CDU und Bürgerblock zu dünn.
Der Stolz, mit dem Rother nun das Ergebnis verkündet, lässt seine Mitbewerber ausgesprochen verschnupft reagieren: Der Antrag auf die Zebrastreifen ist im vergangenen Jahr von der CDU gestellt worden. Und die würde sich den Erfolg nun auch gern an die Brust heften. "Der Bürgermeister war einer der ersten, die gesagt haben: Lasst es sein, es bringt nichts", erinnerte Unionschef Frank Lausmann an die Verkehrsausschuss-Sitzung im April. Erst das energische Nachhaken seiner Fraktion habe Bewegung in die Sache gebracht. Darüber, dass ein Problem,     das augenscheinlich in zwei Wochen zu lösen ist, so lange still stand, sei er ausgesprochen verärgert.
Tatsächlich sind die Änderungen gegenüber den bereits im April vorgestellten Umbauplänen jetzt marginal: Offen war vor allem die Frage, wie die Parkplatzzufahrt und der entsprechende Zebrastreifen zu vereinbaren seien. Der Kompromiss sieht so aus, dass die Zufahrt mit Pollern gesperrt wird. Ansonsten bleibt alles beim alten: Die Fahrspuren werden um 1,10 bis 1,50 Meter verengt, die Übergänge bekommen neue Laternen. Voraussichtlich in der letzten Augustwoche soll der Umbau beginnen. Die Bauzeit "kann, muss aber nicht" bis in das neue Schuljahr reichen, sagte Baufachbereichsleiter Jens Schmiedgen.                                            

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