CDU Ortsunion Holzwickede
CDU Ortsunion Holzwickede
Gemeindeverband Holzwickede
CDU Ortsunion Holzwickede
   HomeHome  KontaktKontakt  ImpressumAufnahmeantrag  ImpressumImpressum  SitemapSitemap
 

  Lokalpresse 2004Lokalpresse 2004
Lokalpresse 2003Lokalpresse 2003
Lokalpresse 2002Lokalpresse 2002
Lokalpresse 2001Lokalpresse 2001

CDU-Abgeordnete für Holzwickede im

Vereinigungen der CDU Holzwickede

Newsletter

aus Hellweger Anzeiger: Freitag, 07. Oktober 2005

Neue Caroline nicht ohne Brückenschlag

Unterschriftensammlung ändert nichts an mehrheitlicher Ratsmeinung

            Von Gabriele Hoffmann

Holzwickede •  „Solange die Brücke noch nicht steht, gebe ich die Hoffnung nicht auf.“ Zunächst aber ist Friedrich Buse enttäuscht und skeptisch über das Scheitern des Bürgerbegehrens.

Am Mittwoch war die Auswertung der Unterschriftenlisten bekannt geworden. 196 ungültige von insgesamt 1447 Eintragungen - damit wurde, wie berichtet, die erforderliche Zahl der Unterschriften knapp um 39 verfehlt. Friedrich Buse, einer der drei Initiatoren des Bürgerbegehrens gegen die teure Brückenvariante 4, kann sich noch nicht recht mit dem Ergebnis abfinden. Er bezweifelt, dass so viele ungültige Eintragungen auf den Listen standen und möchte diese einsehen. Dagegen hat Fachbereichsleiter Volker Risse nichts einzuwenden („wir haben nichts zu verbergen“). Nur sollte zuerst der Rat über das Ergebnis informiert sein.
Friedrich Buse hofft, dass einige Ratsmitglieder doch noch ihre Meinung ändern und der Brückenbau über die Bahngleise verhindert werden kann.
Dafür stehen die Chancen nach einer Blitzumfrage unserer Redaktion bei den Partei- oder Fraktionschefs schlecht.
Für SPD, CDU und Bürgerblock ist der Beschluss bindend. Für die Fraktionen gibt es keine Gründe, erneut über die Brücke zu diskutieren.
SPD-Fraktionsvorsitzender Bodo Fehser weist darauf hin, dass es sich um eine demokratische Mehrheitsentscheidung nach ausführlichen Diskussionen handelt. „Der Beschluss ist nicht aus dem hohlen Bauch heraus entstanden.“ Die teure Variante sei gewählt worden, weil die Brücke Jahrzehnte Bestand haben soll. Fehser ärgert sich vor allem über den Vorwurf „Steuergelderverschwendung“ und die Unterstellung, die Listenauswertung im Rathaus sei nicht in Ordnung.
BBL-Parteichef Wilfried Brinkmann betonte, dass das Baugebiet - auch als reines Wohngebiet - ohne Anbindung uninteressant sei. Seiner Meinung nach haben ursprüngliche Pläne wie Ärztehaus oder Gewerberiegel nie der Realität entsprochen.
Für CDU-Parteichef Frank Lausmann ist die Grundsatzentscheidung bindend. Die Brücke - und damit die Landesförderung - sei untrennbar mit dem Bebauungsplan verbunden und von Anfang an im Gespräch gewesen. Er fragt, warum sich die Kritiker nicht viel früher gemeldet haben.
Weil die tatsächlichen Kosten für die Brücke erst später bekannt wurden, gibt Friedhelm Klemp die Antwort. Für den Grünen-Fraktionschef hat die Brücke ohnehin keine Berechtigung mehr, da sich die ursprünglichen Pläne deutlich verändert hätten. Ein reines Wohngebiet sei auf der Caroline übrig geblieben. Klemp befürchtet hohe Unterhaltungskosten für die Brücke und hat schon die von ähnlichen Objekten bekannten Vandalismusschäden vor Augen.
FDP-Parteichef Fritz Bernhardt wertet die Unterschriftenaktion als Zeichen an die Politik, neu zu diskutieren. Auch er stellt die veränderte Situation in dem Baugebiet heraus. Die Verhältnismäßigkeit sei nicht mehr gegeben.
Bernd Busemann von der Jungen Liste hat wenig Hoffnung, dass sich die großen Parteien noch umentscheiden - obwohl weit über 1000 Bürger gegen die Brücke sind. Busemann fragt sich allerdings, aus welchem Topf die Folgekosten für die Brücke gezahlt werden sollen.



Bildunterschrift unter der Planskizze der Brücke:
Von diesen Plänen für die Pylon-Brücke über die Bahngleise rücken SPD, CDU und der Bürgerblock nicht ab. Die Entscheidung soll nicht rückgängig gemacht werden.

Linie

Seite drucken