aus Westfälische Rundschau: Dienstag, 28.
November 2006
Lokale Politik
reibt sich an geplanter Sperrmüllgebühr
Holzwickede. (peg) Die vom Kreis
Unna geplante neue Sperrmüllgebühr erhitzte im Hauptausschuss
die Gemüter. Während alle anderen Gebührenposten
"abgenickt" wurden, sollen die Abfallgebühren (mit dem
Sperrmüll) erst im Rat nächste Woche beschlossen werden.
Offenbar hofft die Politik, dass der Kreistag zwei Tage vorher noch
eine andere Regelung als die angekündigte beschließt. Wie
berichtet sollen die Sperrmüllgebühr auf Drängen des
Nordkreises nicht mehr in Einzelveranlagung und nach Mengen abgerechnet
werden. Der Kreis will eine Kombination aus Pauschale (nach
Einwohnerzahl) und Menge einführen. Dies sei "gerechter".
Mehrkosten für Holzwickede: 33 800 E, die auf alle
Gebührenzahler in Holzwickede umgelegt werden sollen. Die
Nordkommunen fühlen sich benachteiligt, weil sie aufgrund eines
deutlich höheren Sperrmüllaufkommens
unverhältnismäßig stark an den Fixkosten (der
Sortieranlage in Bönen) beteiligt werden. Aber: Kommunen wie Selm
entsorgen den Sperrmüll für ihre Bürger kostenlos - und
locken damit auch Mülltouristen an. "Wenn wir kostenlose
Entsorgungsaktionen anbieten würden, kämen wir auch auf
größere Mengen", glaubt CDU-Chef Kersting: "Das kann es aber
nicht sein."
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