aus Westfälische Rundschau: Freitag, 08.
Dezember 2006
Umstrittene
Sperrmüllgebühr im Rat: Nur CDU dagegen
Holzwickede. (peg) In der letzten
Ratssitzung des Jahres wurden gestern die neuen Gebührensatzungen
für das kommenden Jahr beschlossen. Lediglich die CDU stimmte
gegen die Abfallsatzung.
Umstritten war bis zuletzt allein noch die Sperrmüllgebühr.
Hier wollten die Fraktionen zunächst den Beschluss des Kreistages
abwarten. Der hatte am Dienstag - bei nur zwei Gegenstimmen - die
umstrittene neue Sperrmüllgebühr eingeführt. Sie
belastet die Gemeinde Holzwickede nach Angaben von Kämmerer
Max-Otto Kohl mit einer pauschalen Grundge- bühr von 33 800 Euro.
Diese wird auf den Restmüll umgelegt - und ist damit von allen
Gebührenzahlern in Holzwickede zu zahlen. Nach der
Beispielrechnung Kohls verteuert die Umlage die 60 l-Tonne
(14-tägige Abholung) um 4,08 Euro pro Jahr, die 120- l-Tonne
(14-tägige Abfuhr) um 8,28 Euro im Jahr.
Wie berichtet führte der Kreis die Grundgebühr ein, weil sich
die Kommunen des Nordkreises durch eine reine Mengengebühr
benachteiligt fühlten: Wegen der längeren Wege zu den
Annahmestellen (Ostbüren/Bönen) sei das
Sperrmüllaufkommen im Nordkreis viel größer als im
Südkreis, deren Einwohner ihren Sperrmüll bequem selbst zur
Annahmestelle bringen. Die Südkreiskommunen, darunter Holzwickede,
empfinden die neue Pauschale indes auch nicht als gerecht, da es im
Nordkreis Kommunen gibt, die Sperrmüll kostenlos entsorgen. Darum
seien die Abgabemengen dort auch höher.
Wie Kämmerer Max-Otto Kohl erläutert, haben die
Bürgermeister verabredet, dass der Kreis bei der Fortschreibung
seines Abfallbeseitigungskonzeptes in einem Jahr die Vereinheitlichung
der Sperrmüllgebühren aller Kommunen im Kreis anstreben wird.
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