aus Hellweger Anzeiger: Donnerstag, 25. Oktober
2007
Sanierung Rausinger Halle erhitzt die
Gemüter
Bauausschuss unzufrieden mit Verwaltung -
Kulturausschuss
beschließt Arbeitskreis
Von Gabriele Hoffmann
HOLZWICKEDE • Mehrere Pläne
wurden in der Sitzung des Planungs-
und Bauausschusses am Dienstagabend vorgestellt. Nicht alle riefen die
ungeteilte Zustimmung der Ausschussmitglieder hervor.
Heftige Schelte musste die Verwaltung für die Vorschläge zur
Renovierung der Rausinger Halle einstecken. Als „Flickschusterei" und
„völlig unzureichend" bezeichnete CDU-Parteichef Frank
Lausmann die von Fachbereichsleiter Jens-Uwe Schmiedgen vorgestellte
Planung. Für Wilfried Brinkmann, Vorsitzender des
Bürgerblocks und FDP-Frakionsvorsitzenden Jochen Hake, sind die
Vorschläge eine „Zumutung". Hake bezeichnete die Planungsskizze
gar als „Respektlosigkeit gegenüber dem Ausschuss". Torsten
Ringholt von der Jungen Liste vermisste eine Übersicht der
Veranstaltungen. „Was findet dort statt? Brauchen wir überhaupt
eine Theke und eine Küche?"
Mit dem ersten, 85 000 Euro teuren Sanierungskonzept der Verwaltung
waren die Fraktionen, wie berichtet, nicht einverstanden und hatte
Alternativen sowie eine Aufstellung der Nutzer gefordert.
Das, was nun auf dem Tisch lag, stimmte die Ausschussmitglieder nicht
eben positiver: Die Verkleinerung des Thekenraums schafft Platz
für ein Stuhllager, die Theke wird auf ein mobiles Schrankelement
reduziert. Küche und
Thekenraum sollen zusammengelegt werden. 75 000 Euro sind dafür
kalkuliert. Eine neue Kücheneinrichtung schlägt mit 15000
Euro zu Buche. Neue Tische und Stühle, Gardinen und
Bühnenvorhang 50 000 Euro kosten.
Die Ausarbeitung reichte dem Ausschuss nicht. Erwartet wurde ein „neues
Erscheinungsbild" der Halle, Aussagen über die Nutzungsart und die
Bausubstanz. In der Skizze wurden Maßangaben vermisst,
außerdem gibt es keine Alternativen für die Wandverkleidung.
Gestern Abend beschäftigte sich der Kulturausschuss mit der
Rausinger Halle und beschloss, einen Arbeitskreis für die
Sanierung zu gründen. Bürgermeister Rother kündigte die
kurzfristige Vorlage einer Nutzungsaufstellung an.
Bildunterschrift
unter einem Foto einer Sportgruppe in der Rausinger
Halle: Einst als
Turnhalle des Hellweger
Erziehungshauses von Friedrich Stehfen erbaut, ist die Rausinger Halle
heute eine Mehrzweckhalle für Sport-, Kultur-, Ausstellungs- und
Vortragsveraustaltungen sowie Tagungsort für den Gemeinderat. 1863
baute der um das Wohl der armen Kinder besorgte Raasinger Bauer das
Erziehungshaus und 1872 eine Lehrerausbildungsstätte, die
„Evangelische Präparandenanstalt". Die Rausinger Halle wurde bis
zur
Eröffnung der
Hilgenbaumhalle 1976 als Turnhalle für den Schul-und Vereinssport
genutzt.
Bildunterschrift
unter der "handgefertigten" Planungsskizze: Eine
Planungsskkizze für die Rausinger Halle legte die Verwaltung vor.
ein. Gesamtkonzept hatte der Ausschuss erwartet.
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