Beratungen des Haushaltsplanes 2007
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Haushaltslage
Der am 07.12.2006 in den Rat eingebrachte Haushaltsentwurf
schließt im Verwaltungshaushalt mit 29,768 Mio. € Einnahmen und
32,113 Mio. € Ausgaben, also einem Fehlbedarf in Höhe von 2,345
Mio. €, der Vermögenshaushalt in Einnahmen und Ausgaben mit je
4,631 Mio. €.
Der Fehlbedarf ist im Wesentlichen auf ca. 1,6 Mio. € niedrigere
Schlüsselzuweisungen wegen größerer Finanzkraft und
840 Tsd. € angestiegener allgemeiner Kreisumlage bei dem alten
Hebesatz von 46,5 % zurückzuführen.
Dabei sind die Zwischenfinanzierungszinsen für die Neue Caroline
in Höhe von 200 Tsd. € bereits im Haushaltsentwurf 2007
veranschlagt.
Obgleich die gestiegene Finanzkraft der Gemeinde zu niedrigeren
Schlüsselzuweisungen führt, wird daran festgehalten, durch
Gewerbeansiedlung die Wirtschafts- und Steuerkraft der Gemeinde zu
erhöhen.
Konsolidierung
Sparmaßnahmen zur Konsolidierung des Haushaltes sind mit einem
Haushaltssicherungskonzept für die Jahre 2007 bis 2011 zu
beschließen. Dabei ist maßvoll vorzugehen, es ist konsumtiv
statt investiv einzusparen. Der Haushalt kann nicht an kleinen
Einsparungen gesunden, sondern bedarf der Streckung, Versagung und des
maßvollen Ansatzes. Der Kämmerer sollte die Budgets der
Fachbereiche pauschal mit einer Haushaltssperre kürzen. Dass dies
zum Erfolg führt, zeigt die Haushaltssperre 2006.
Die CDU-Fraktion spricht sich gegen Einsparungen an freiwilligen
Leistungen, die Bürgern und Vereinen direkt zukommen, aus.
Wie finanzkräftig die Gemeinde Holzwickede ist, lässt sich an
den Aufwendungen für die Lasten der Deutschen Einheit ablesen,
die alleine für die Jahre 1995 bis 2005 für Holzwickede 5,3
Mio. € betrugen.
Kreisumlage
Es sind dringend Überlegungen anzustellen, ob die allgemeine
Kreisumlage nicht gesenkt werden kann. Die CDU-Fraktionsvorsitzenden im
Kreis Unna haben sich für die Auflösung des Kreisbauhofes mit
Aufgabenübertragung an die kommunalen Bauhöfe ausgesprochen.
Der Landrat soll mit den Bürgermeistern mit dem Ziel verhandeln,
bis Anfang 2008 die Aufgaben an die Kommunen zu übertragen.
Bereits im Sommer 2006 hatten sich die Bürgermeister ähnlich
geäußert.
Die CDU-Fraktion begrüßt, dass Holzwickede neben Bönen
und Fröndenberg durch einen externen Gutachter prüfen lassen
will, ob sie kommunale Aufgaben, die bislang der Kreis Unna für
sie wahrnimmt, möglicherweise in eigener Regie
kostengünstiger wahrnehmen können. Es geht dabei um Aufgaben
in der Jugendarbeit, der Bauaufsicht sowie der
Verkehrsüberwachung.
Vermögenshaushalt
Gegenüber dem Investitionsprogramm für 2007 wurden folgende
Maßnahmen in den Vermögenshaushalt 2007 gestellt, die von
der CDU-Fraktion begrüßt werden:
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Renaturierung des
Natorper Bachs
Die
Gesamtmaßnahme kostet 433.000 €, 80 % davon werden
gefördert.
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Betonsanierung Josef-Reding-Schule
- JRS
- |
15.000 € |
| • |
Erneuerung der Beleuchtung
Hilgenbaumhalle |
60.000 € |
| • |
Erwerb beweglicher Sachen für
Kampfbahn |
33.000 € |
| • |
Flachdachsanierung Sportheim
Opherdicke |
43.500 € |
| • |
Ausfinanzierung OD L 821 Chaussee |
60.000 € |
| • |
Dacheindeckung
Baubetriebshofhalle
|
23.000 € |
Dagegen
wurden auf 2008 verschoben:
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| • |
Erneuerung Trennvorhang
Dudenrothschule |
- 12.000 € |
| • |
Flachdachsanierung JRS |
- 25.000 € |
| • |
Sanierung Fensteranlage Südfassade
JRS |
- 150.000 € |
| • |
Erneuerung Lehrertoiletten JRS |
- 49.800 € |
| • |
Erneuerung Lehrertoiletten CSG |
- 49.800 € |
| • |
Fassadenanstrich Sportheim
Opherdicke |
- 15.000 € |
| • |
Innenanstrich Sportheim
Opherdicke |
- 17.000 € |
| • |
Rad- und Gehweg Natorper Straße
mit
70 %iger Förderung. Dieser Betrag ist in das
Investitionsprogramm 2008 aufzunehmen, weil
die Wegeanlegung dann zur Ausführung kommt. |
- 137.600 € |
Auf 2009 / 2010 wurden verschoben:
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| • |
Bau und Planung P & R –
Anlage
mit 70 %iger Förderung |
- 340.300 € |
| • |
Tunnelverlängerung
mit 80 %iger Förderung |
-
969.700 € |
Kreisverkehr Nordstraße
Für den Kreisverkehr Nordstraße waren im
Investitionsprogramm 2006
490 Tsd. € vorgesehen. Die CDU-Fraktion hat sich stark für den
Mittelansatz eingesetzt, um dem gutachterlich prognostizierten
Verkehrschaos im Kreuzungsbereich infolge Ansiedlung der
Lebensmittelmärkte in der Stehfenstraße zu begegnen. Die
CDU-Fraktion hatte in 2006 die Bereitschaftserklärung zur
Lösung des Problems mit Mittelbereitstellung in 2007 von den
anderen Fraktionen eingefordert, diese wurde jedoch versagt.
Erfreulicherweise blieb das befürchtete Chaos aus, weshalb ein
Kreisverkehr im gegenwärtigen Zeitpunkt entbehrlich ist.
Das Problem, verstärkten Verkehr im dortigen Kreuzungspunkt zu
lösen, wird spätestens mit Besiedlung der Neuen Caroline auf
die Tagesordnung kommen. Dann wird erneut zu beraten sein, wie das
erhöhte Verkehrsaufkommen geführt wird.
Ausbau der
Friedrich-Ebert-Straße
Die CDU-Fraktion hat am 30.06.2005 beantragt, die
Friedrich-Ebert-Straße mit Rad- und Gehweg unter Beteiligung der
nach § 8 KAG betroffenen Anlieger auszubauen. Es wurden drei
Ausbauvarianten erarbeitet und den Bürgern in einer
Bürgerinformationsveranstaltung vorgestellt. Ein eindeutiges Votum
für eine dieser Varianten blieb aus. Es ist eine Lösung zu
finden, die dem Votum der beitragszahlenden Anlieger entspricht.
Deshalb ist die CDU-Fraktion damit einverstanden, dass 471 Tsd. € nicht
in den Haushalt 2007 gestellt werden. Die Mittel sind in das
Investitionsprogramm 2008 aufzunehmen.
Bau einer westlichen
Verbindungsstraße
Die CDU-Fraktion spricht sich dafür aus, die mit der
Haushaltssperre 2006 versehenen 300 Tsd. € aus dem Haushalt 2007 zu
streichen und mit einer Verpflichtungsermächtigung für 2008
zu versehen.
Fußläufige Verbindung zwischen
"Kurze Straße" und "Am Spring"
Die CDU-Fraktion hat die Anlegung der fußläufigen Verbindung
beantragt. Der Grunderwerb ist zwischenzeitlich erfolgt. Die 350 m
lange und 2,50 m breite wassergebundene Ausführung kostet 45.500 €
und ist in den Haushalt 2007 aufzunehmen.
Planungen Feme
Seitens der CDU-Fraktion wird die Ansiedlung der Märkte
begrüßt. Hierfür sind 106 Parkplätze geplant.
Gegenwärtig sind dort die gemeindlichen Parkplätze
untergebracht, die infolge der Umgestaltung der Hauptstraße und
Neuregelung der begrenzten Parkzeiten an der Hauptstraße
erforderlich wurden. Damit war den Geschäftstreibenden des
Zentrums die Gelegenheit gegeben worden, durch Ausweichen auf diesen
Parkplatz die Parkflächen vor ihren Läden freizuhalten. Da
eine Änderung dieser Situation nicht eingetreten ist, kann auf die
kommunalen Parkflächen im Bereich der Feme nicht verzichtet
werden. Mit Neugestaltung des Gesamtparkplatzes sollten auch 60
gemeindliche Parkplätze auf einer Fläche von 1.800 qm zu 90
Tsd. € Baukosten und 10 Tsd. € Begrünung errichtet werden.
Unterführung
Die CDU-Fraktion hat mit Antrag vom 10.02.2004 gefordert, ab 2004 mit
der Renovierung der Unterführung zu beginnen, und zwar mit dem
Abtragen des Mauerwerks westlich vor der Unterführung und
Abflachung der Böschung entsprechend der Maßnahme auf der
östlichen Seite. Damit sollte zumindest im südlichen Teil die
Zufahrt zur Unterführung aufgeweitet und freundlich, heller und
sauberer sein. Die gleichen Maßnahmen – sind mit demselben Antrag
gefordert worden – könnten im Zuge der Entwicklung des
Carolinengeländes und der Bahnbrache im Norden sowie an der
Brückenkonstruktion und dem Trägerwerk selbst erfolgen.
Leider ist der Beschluss zur Umsetzung des CDU-Antrages, dem die
anderen Fraktionen erfreulicherweise gefolgt sind, noch nicht umgesetzt
worden. Begründet wird die Aufschiebung mit der beabsichtigten
Ansiedlung an der Feme.
Da jetzt die Ansiedlung erfolgt und die Parkplätze errichtet
werden, empfiehlt es sich, mit der Abböschung zu beginnen. Es ist
möglich, die Aufweitung auf der westlichen und östlichen
Seite stärker als von der östlichen Seite bisher geprägt
vorzunehmen, wenn das Brückenträgerwerk vom Süden her
freigelegt, stabilisiert und verblendet wird. Die Kosten belaufen sich
auf der westlichen Seite auf 175.500 € und bei Angleichung der
östlichen Seite auf 117.800 €.
Die Mittel für die westliche Seite sollten in den Haushalt 2007,
die Mittel für die östliche Seite in das Investitionsprogramm
2008 genommen werden, weil die östliche Seite ohnehin nicht vor
2008 zur Ausführung kommen kann. Im Zuge der
Haushaltsplanberatungen 2008 sind die Haushaltsansätze für
die Verschalung der Trägermauern in der Unterführung zu
beraten.
Umgestaltung Emscherpark
Die CDU-Fraktion hat am 11.02.2001 beantragt, im Zusammenhang mit der
Umgestaltung des Emscherparks selbst auch den Marktplatz umzugestalten.
Die CDU-Fraktion wollte die Maßnahme nicht auf die Neupflasterung
des Marktplatzes reduziert wissen. Die Planungsziele der CDU-Fraktion
sind mit der Umgestaltung des Marktplatzes verwirklicht worden. Im
Rahmen der Haushaltsgespräche 2006 wurde von den Fraktionen
beschlossen, die Umgestaltung des Emscherparks entlang der
Parkstraße entsprechend der Vorstellung des Architekten, der den
Markt und den Park geplant hat, zunächst bis zur Neuanlegung des
Emscherverlaufs durch die Emschergenossenschaft zurückzustellen
und den Ausführungsbeginn eng mit der Genossenschaft zu
koordinieren. Sollte die Genossenschaft in 2007 nicht ihre
Maßnahme ausführen, so wurde einstimmig beschlossen, wollte
die Gemeinde in jedem Fall den Park entlang der Parkstraße
umgestalten. Die Kosten wurden seinerzeit mit 205 Tsd. € veranschlagt,
von denen 175 Tsd. € in den Haushaltsentwurf 2007 eingestellt wurden.
Die jetzt vom Planer vorgestellte Maßnahme hat sich um 50 % auf
306 Tsd. € verteuert und erfasst zusätzlich noch den Spielplatz
mit 244 Tsd. €. Damit würde sich der Ansatz für 2007
entsprechend dem Verwaltungsvorschlag von 175 Tsd. € auf 550 Tsd. €
erhöhen. Die vorgestellten Maßnahmen entsprechen nicht den
von der Politik beschlossenen Vorhaben, sondern sind völlig
überzogen. In Zeiten der angespannten Haushaltslage können
derartige Objekte – besonders wenn sie der Zielsetzung der lichten
Aufweitung widersprechen – nicht zur Ausführung kommen. Da wegen
der Verzahnung mit den Arbeiten der Emschergenossenschaft mit
Ausführung der Umgestaltung in 2007 nicht zu rechnen ist, werden
die Mittel in Höhe von 175 Tsd. € aus dem Haushaltsentwurf 2007
gestrichen und als Verpflichtungsermächtigung für 2008 205
Tsd. € veranschlagt.
Grabenprojekt Hohenleuchte
Da bei der geplanten offenen Abwasserführung die
Bürgerbefragung abgewartet werden muss, ist mit einer Umsetzung
des Projektes in 2007 nicht zu rechnen. Deshalb bedarf es für das
Haushaltsjahr 2007 keines Ansatzes. Für den Haushalt 2008 sind
entsprechend dem Bürgervotum 98 Tsd. € anzusetzen. Wegen der
zurückgestellten Maßnahme in 2007 sind auch die Kosten
für die Abkopplung versiegelter Flächen in Höhe von
13.500 € entbehrlich.
Rausingerhalle
Für die Erweiterung und Erneuerung der Rausingerhalle hat die
Verwaltung mit einem Entwurf eine Umgestaltung aufgezeigt, die 850 Tsd.
€ erfordern würde. Darin sind neben Anbau auch Neugestaltungen des
Innenbereichs inkl. der Bühne vorgesehen. Dass ein neuer Anstrich
nötig ist und die Küche, Theke und Toilettenanlage
sanierungsbedürftig ist, wird anerkannt. Allerdings sind die
Erweiterungs- und Erneuerungsvorstellungen weit überzogen, der
Fachausschuss sollte sich intensiv mit den erforderlichen
Maßnahmen befassen. Die Planung sollte in diesem Jahr erfolgen,
die Ausführung im nächsten Jahr. Deshalb sind Mittel für
den Haushalt 2007 nicht vorzusehen.
Gehweg nördliche Seite
Rausinger Straße
Im Zusammenhang mit der Bebauung der Neuen Caroline wird die
südliche Seite bis zur Mitte der Fahrbahn hergerichtet. Es
gebietet sich, dass auch die nördliche Seite in einem Zuge
hergestellt wird. Da den Bürgern während der gesamten
Bautätigkeit, die sich nicht nur auf die reine
Neubaumaßnahme erstreckt, sondern vielmehr über Jahre hinweg
nach Abriss und Dekontaminierung außergewöhnliche
Belastungen trafen, sollte auf die Erhebung der Beiträge nach
§ 8 KAG verzichtet werden, zumal alter Betonplattenbelag
ausgetauscht wird. In den Haushalt 2007 sind für die Anlegung des
Gehweges 145 Tsd. € aufzunehmen.
Umgestaltung Schulhof
Nordschule
Der Schulhof kann umgestaltet werden, eine Notwendigkeit in 2007 wird
nicht gesehen, da Bodenbeläge im nördlichen Bereich
angeglichen wurden. Die Umgestaltung sollte zunächst
zurückgestellt, aber weiter beobachtet werden. Erforderliche
Maßnahmen aus Sicherheitsgründen sind davon nicht betroffen.
Kosten für die Umgestaltung mit neuem Spielgerät in Höhe
von 150 Tsd. € werden in den Haushalt 2007 nicht eingestellt.
Anonymes Gräberfeld für
Erdbestattungen
Die Kolpingsfamilie hat in einer Veranstaltung in 2006 die Anlegung
eines derartigen Gräberfeldes angeregt. Entsprechend der anonymen
Urnengräber sollte diese Anregung aufgegriffen werden, da der
Bedarf an solchen Gräbern gestiegen ist.
Eco-port
Gottlieb-Daimler-Straße
Die CDU-Fraktion hat keine Bedenken gegen die Befahrbarkeit der
Gottlieb-Daimler-Straße von der Nordstraße bis zur
Vincenz-Wiederholt-Straße. Die Wendekreise beidseitig des
kreuzenden landwirtschaftlichen Weges sind zu entsiegeln.
Toilettenanlage Marktplatz
Mit Antrag vom 20.02.2006 hat die CDU-Fraktion beantragt, die Toilette
im Rathaus über eine Zuwegung zwischen der Wasserversorgung und
dem nördlichen Rathausteil in Betrieb zu nehmen. Da vor den
Toiletteneingang eine Garage der Wasserversorgung gesetzt wurde, ist
dies nicht möglich. Mit einer Untersuchung zur Zukunft der
Wasserversorgung sollte gleichzeitig der Standort in der Gemeindemitte
überdacht werden. Das Ergebnis steht aus, die anderweitige
Nutzung von Gebäudeteilen des alten Feuerwehrgerätehauses
damit noch nicht zur Diskussion.
Demographische Entwicklung
Nach dem Stand von 2006 haben 17.558 Einwohner ihren Erstwohnsitz in
Holzwickede. Die rückläufige Bevölkerungsentwicklung
(Todesfälle und Wegzüge mehr als Geburten und Zuzüge)
wird auch durch das Baugebiet Neue Caroline nicht aufgehalten. Bis 2015
wird Holzwickede auf 17.065 und 2024 auf 16.224 Einwohner schrumpfen.
In den nächsten 17 Jahren wird die Einwohnerzahl also um rund
1.300 sinken. Dies hat Auswirkungen auf die gesamte Infrastruktur des
Ortes. Wegen der Bevölkerungsüberalterung wird der Bedarf im
Bereich der Seniorenbetreuung wachsen, wegen des starken
Geburtenrückganges ein Überangebot an Schulräumen
entstehen. Der Schulentwicklungsplan gibt entsprechende Hinweise.
Aufgrund der o. g. Situation werden die Steuereinnahmen, die sich nach
der Einkommensteuerkraft bemessen, starke Einschnitte erfahren.
Die demographische Entwicklung gebietet es, dass dem
Einwohnerrückgang durch Ansiedlung begegnet wird. Das führt
nicht zum Anwachsen gegenüber der heutigen Einwohnerzahl, sondern
dient vielmehr der Aufrechterhaltung der vorhandenen
Infrastruktur.
Vor diesem Hintergrund sind die Überlegungen der CDU-Fraktion zur
Schullandschaft und zu weiteren Ansiedlungsbemühungen zu
verstehen.
Schulentwicklung Holzwickede
Es ist festzustellen, dass aufgrund der vorgenannten demographischen
Entwicklung die Schülerzahl zurückgeht. Dieser Rückgang
trifft aber nicht alleine Holzwickede, sondern die gesamte Republik.
Auf diesen Rückgang haben die Betreiber der Schulen zu reagieren.
Dies gilt besonders für kommunalübergreifende Schulen.
Holzwickede muss die Feststellung treffen, dass Räume in der
Hauptschule frei werden. Dabei wurden die Fachräume hervorragend
hergerichtet. Desweiteren ist festzustellen, dass für das
Gymnasium weiterhin die Pavillons benötigt werden.
Somit liegt es nahe, dass in den leeren Räumen der Hauptschule die
Realschule als Verbundschule errichtet wird. Hierzu sind Gespräche
mit dem Nachbarn Unna, der sich im Übrigen seiner Hauptschulen zu
Lasten Holzwickedes entledigt hat, sowie der Bezirksregierung zu
führen. Auch Unna wird mit seinem Schulentwicklungsplan eine
Antwort auf die rückgehende Schülerzahl finden müssen.
Es wäre aus Sicht der CDU-Fraktion ideal, wenn die
Realschüler nicht mehr nach Unna-Massen reisen brauchten, sondern
ihre Schule vor Ort hätten. Die CDU-Fraktion hält es für
besser, wenn die Lehrer zu ihrem Arbeitsort Schule anreisen, als dass
dies die gesamten Realschüler eines Ortes tun müssen.
Also spricht sich die CDU-Fraktion eindeutig für die Realschule
als Verbundschule in Holzwickede aus. Damit werden keine
Lehrerarbeitsplätze vernichtet, sondern um wenige Kilometer
verlagert. Von der Unnaer Politik war bis jetzt kein Votum zu
vernehmen, wie auf die veränderte Schülersituation reagiert
wird. Deshalb werden Gespräche auf politischer Ebene angemahnt,
die Position der CDU-Fraktion steht fest.
Ansiedlung Emscherkaserne
In Anbetracht der Einwohnerentwicklung in Holzwickede hat sich die
CDU-Fraktion Ende 2006 damit befasst, wie im Interesse der
Aufrechterhaltung der Infrastruktur dieser Entwicklung gegengesteuert
werden kann. Da für die CDU Holzwickede Förderung junger
Familien oberstes Gebot ist, wurde ein Positionspapier zur Besiedlung
der Emscherkaserne erarbeitet, das zum wesentlichen Inhalt die
Bereitstellung preiswerter familiengerechter Grundstücke vorsieht
und gleichzeitig den Gemeinbedarf an Familieneinrichtungen
erschließt. Dieses Positionspapier vom 20.11.2006 liegt der
Stellungnahme zum Haushalt 2007 an.
Alle in der vorstehenden Stellungnahme der CDU-Fraktion zum Haushalt
2007 aufgestellten Forderungen werden zu Anträgen erhoben.
Die Stellungnahme wird unter www.cdu-holzwickede.de ins Internet
gestellt.
Anlage: Positionspapier zur Emscherkaserne
Holzwickede, den 14.02.2007
Rolf Kersting
Fraktionsvorsitzender
Emscherkaserne
Positionspapier
Die
Grundstücke und Immobilien der Bundeswehr gehören der
Bundesvermögensverwaltung. Durch den Weggang entfällt die
Nutzung als Bundeswehreinrichtung. Ein längerer Leerstand
würde das Gelände dem Vandalismus und Verfall preisgeben. Um
dem entgegenzuwirken hat sich die CDU mit ihrem Kommunalen
Wahlprogramm 2004 – 2009 für die Umnutzung der
Konversionsfläche eingesetzt und eine städtebauliche
Rahmenplanung gefordert. Dabei sollte die Weiterführung der
Vincenz-Wiederholt-Straße Richtung Süden als westliche
Umgehungsstraße einbezogen werden.
Mit der Planung
war sowohl eine Mischnutzung als auch die Anbindung an die westliche
Umgehung vorgesehen. Zwischenzeitlich ist erkennbar, dass mit einer
zeitnahen Umsetzung der westlichen Umgehung sowohl aus finanziellen als
auch technischen Gründen (Bahndurchstich Schäferkamp /
Straßenführung durch Naturschutzgebiet) nicht zu rechnen
ist.
Am 03.02.2003 hat
die CDU-Fraktion beantragt, bei Schaffung weiteren Baulandes in der
Gemeinde Holzwickede maßvoll und unter Berücksichtigung
bestehender Baugebiete sowie geplanter Kapazitäten vorzugehen.
Gegen eine weitere Schaffung von Baurecht für Wohnbebauung durch
Aufstellung eines Bebauungsplanes spricht sich die CDU-Fraktion
jedenfalls solange aus, wie die verkehrlichen Probleme, die hierdurch
entstehen, nicht gelöst sind.
Die Umnutzung des
Kasernengeländes hat Vorrang vor der Schaffung weiteren Baulandes.
Durch Schließung der Kaserne sind die Personenverkehre
einschließlich der Pendeltransfers zu den Stellungen und die
Schwerlast- und Busverkehre entfallen. Insoweit ist dieses Gebiet
anders zu werten als das RWE-Gelände (reine Acker- und
Gartenflächen) an der Hauptstraße, welches zusätzliches
Verkehrsaufkommen von geschätzt ca. 400 PKW bringen würde.
Verkehre zum Kasernengelände bei anderer Nutzung würden
wahrscheinlich etwas mehr als bei militärischer Nutzung entstehen,
sie träten aber im wesentlichen an die Stelle des bisherigen
Aufkommens. Daher steht die verkehrliche Lösung einer Umnutzung
nicht im Wege, wenngleich die Erschließung über eine neue
westliche Umgehung auf neuer Trasse besser wäre. Aber auch die
vorhandene Schäferkampstraße lässt sicherlich einen
Teil des Verkehres abfließen.
Unter dem
10.02.2004 hat die CDU-Fraktion darauf hingewiesen, dass das
Verkehrskonzept der CDU Holzwickede von einer gerechten
Verkehrsverteilung ausgeht. Der Verkehr, der heute hauptsächlich
auf Nord- und Hauptstraße fließt, soll auf drei Achsen
verteilt werden, nämlich neben der bestehenden Achse auf einer
östlichen und westlichen Entlastungsstraße. Die CDU-Fraktion
hält an ihrem Ziel fest und wird sich weiterhin dafür
einsetzen, dass die westliche Verbindungsstraße gebaut wird, um
die Verkehre aus dem westlichen Gemeindegebiet einschließlich der
Konversionsfläche aufzunehmen.
Mit Antrag vom
20.02.2006 hat sich die CDU-Fraktion erneut für die Umnutzung der
Emscherkaserne eingesetzt und eine Mischnutzung auf dem Gelände
gefordert. Die westliche Erschließung war Bedingung. Die Suche
nach Investoren auf dem Kasernengelände blieb erfolglos, da weder
Schulen, Behörden, Sportorganisationen noch sonstige Einrichtungen
daran interessiert waren bzw. ihr Interesse nach kurzer Zeit wieder
aufgaben. Hinsichtlich der angedachten Mischnutzung unter Erhalt von
Baukörpern z. B. für Internatsschulen, Behörden usw.
muss der Nachfragesituation Rechnung getragen werden. Eine Mischnutzung
ist sicherlich auch denkbar, wenn nicht alle Baukörper erhalten
bleiben. Einigen Einrichtungen könnten zentralen Funktionen
zugewiesen werden, an die Stelle der Kasernenblocks Wohngebäude
treten. Ergänzende Einheiten, die nicht als Eigenheime ausgewiesen
werden, könnten das Arrondissement abrunden (z. B.
Pflegeeinrichtung, Hort usw.).
Wohnbebauung
auf
dem Kasernengelände für junge Familien
Da die Familie das
Fundament der Gesellschaft ist, setzt sich die CDU Holzwickede für
finanzielle Unterstützung und gesellschaftliche Anerkennung der
Familienarbeit ein. Mit dem Wahlprogramm 2004 – 2009 wurde als Ziel die
verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die
Förderung kinderfreundlicher Gemeinschaft dargestellt. Es wurde
die Förderung des Wohnungsbaus durch Bereitstellung von
preiswerten Baugrundstücken, die Sicherung familiengerechter
Wohnungsversorgung, ein flächendeckendes Spielplatzangebot,
optimale Betreuung in Kindergärten sowie Vereinbarkeit von Familie
und Beruf mit entsprechender Kinderbetreuung eingefordert.
Die demographische
Entwicklung in unserer Gemeinde nimmt einen gleichen Verlauf wie in der
übrigen Region und in der gesamten Bundesrepublik. Der
Reproduktionsfaktor geht enorm zurück. Die Einwohnerzahl wird in
den nächsten Jahrzehnten schrumpfen. Auswirkungen auf dem
Schulsektor sind bereits mit dem vorgelegten Schulentwicklungsplan
aufgezeigt und politisch zu entscheiden.
Zur
Aufrechterhaltung der Infrastruktur unseres Ortes ist es dringend
geboten, dass sich junge Familien ansiedeln. In Umsetzung des
Wahlprogramms der CDU wird gefordert, dass preiswerteres Bauland
für junge Familien ausgewiesen wird. Da das Kasernengelände
bereits hinsichtlich seiner Versorgungseinrichtungen voll erschlossen
ist, kann der Infrastrukturausgleich in vollem Umfange für
Projekte des familiengerechten Wohnens verwendet werden. Es besteht die
Vorstellung, dass Familien Grundstücke preiswerter erwerben
können und ihnen familiengerechte Einrichtungen angeboten werden.
Die CDU-Fraktion geht davon aus, dass junge
Familien ca. um ein Viertel günstigere Grundstücke erwerben.
Wenn das
Gelände hauptsächlich dem familiengerechten Wohnen dient,
müssen entsprechende dazugehörende Einrichtungen geschaffen
werden:
- Es ist ein
zentraler Spielplatz mit Familienkommunikationsfläche
anzulegen.
- Der
vorhandene Sportplatz bleibt erhalten und dient in erster Linie als
Sport- und Bolzplatz den angesiedelten Familien. Erst in zweiter Linie
erfolgt Auslastung durch Sportvereine.
- Die
Turnhalle sollte möglichst in die sportliche Nutzung durch
junge Familien einbezogen werden.
- Das
Kantinen- / Küchengebäude ist zu erhalten und dient als
Kinderhort sowie Begegnungsstätte der dortigen Familien.
- Alle
Einrichtungen können zwar in kommunales Eigentum
übergeführt werden, sollten dann aber vergleichbar der
Seniorenbegegnungsstätte eigenverantwortlich von den Nutzern
betrieben werden.
Die
Überplanung des Geländes sollte vorhandene
Straßenverläufe aufnehmen. Erschlossen würde das Gebiet
sowohl über die Margarethenstraße als auch über die
Sölder Straße. Dadurch würde eine einseitige Belastung
der Anwohner der Steinstraße ausgeschlossen. Im Übrigen
wären sowohl die Kindergärten als auch sämtliche Schulen
(einschließlich zwei konfessioneller Grundschulen) auf kurzen
sicheren Wegen erreichbar.
Mit der g.e.b.b.
als Vermarkter sind alsbald Gespräche mit dem Ziel der Umsetzung
entsprechend vg. Position aufzunehmen.
Holzwickede, den
20. November 2006
Rolf Kersting
Fraktionsvorsitzender
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