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aus Hellweger Anzeiger: Samstag, 26. Juli 2008

Land kaufen und Wall aufschütten

Für Lärmschutz an der Autobahn ist Eigeninitiative gefordert

            Von Gabriele Hoffmann

HENGSENSeit Jahrzehnten kämpft die Bürgerinitiative Hengsen vergeblich für besseren Lärmschutz an der Autobahn. Das Verkehrsministerium ist den lärmgeplagten Anwohnern keine Hilfe.

Die CDU-Fraktion hat ihre Landtagsabgeordnete Gabriele Kordowski auf das ungelöste Problem hingewiesen, die wiederum den Staatssekretär in Düsseldorf informierte. In der Antwort heißt es u. a., dass der Lkw-Verkehr wegen des Nachtfahrverbots auf der Bl in Dortmund nicht zugenommen habe. Allerdings geht das Verkehrsministerium von falschen Voraussetzungen aus — nämlich von einem Durchfahrverbot für Lkw von mehr als 12 t. Gesperrt ist die Ortsdurchfahrt tatsächlich schon ab 7,5 t. Außerdem seien die Abweichungen zwischen der ersten amtlichen Straßenverkehrszählung 1990 und der von 2005 nicht „erheblich", so dass „Änderungen der planfestgestellten Lärmschutzanlagen nicht in Betracht kommen". Außerdem lehnt das Ministerium die von der Bürgerinitiative geforderten und der CDU unterstützten Lärmmessungen ab.
Das bestätigte ein Ministeriumssprecher erst vor wenigen Tagen BI-Mitglied Gerhard Lammert. Anerkannt werden nur Verkehrszählungen. Lammert steht in engem Kontakt mit dem Ministerium. Düsseldorf wäre lediglich damit einverstanden, wenn Anwohner in bürgerschaftlichem Engagement an der Autobahn einen Streifen Land kaufen und dort Erde abschütten würden. Eine Idee, die für Lammert zumindest überlegenswert ist: Land kaufen und es Unternehmen gegen Gebühren als Deponie für Erdaushub anbieten.


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