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aus Hellweger Anzeiger: Mittwoch, 15. Oktober 2008

Schuldfrage zur Pleite der Energiemeile bleibt offen

Vier Jahre Zeit für neue Konzeption der Umwelttage

            Von Gabriele Hoffmann

HOLZWICKEDEDie verkorkste Energiemeile im Rahmen der Holzwickeder Umwelttage 2008 setzte in der Sitzung des Umweltausschusses einige emotionale Energie frei. Die Suche nach dem sprichwörtlichen schwarzen Peter blieb ohne Ergebnis.

Wie bereits ausführlich berichtet, hatten die Trödler die Parkstraße schon außerplanmäßig früh am Samstagmorgen belagert. Für die Energiemeile war kein Platz mehr, sie musste zum Markt umziehen und hatte dort kaum Laufpublikum.
Die Trödler ließen sich nicht zum Wechseln in den Park überreden. Fachbereichsleiter Jens-Uwe Schmiedgen bezeichnete in der Ausschusssitzung die Stimmung an jenem Samstagmorgen auf der Parkstraße als aggressiv. Organisatorische Fehler der Verwaltung oder des für den City Spaß verantwortlichen Aktivkreises wies Schmiedgen vorsorglich zurück.
Ungeklärt blieb in der Sitzung des Umweltausschusses, in welcher Form die Straße bzw. der Bereich für die Energiemeile abgesperrt und wer letztendlich dafür verantwortlich war.
„Die Gemeinde ist vor solchen Chaoten in die Knie gegangen", schüttelte CDU-Ratsherr Dietmar Hilburg verständnislos den Kopf. Und der Ausschussvorsitzende Frank Niehaus (Bürgerblock) meinte lapidar: „Man hätte Wege finden müssen, um den Weg freizumachen."
Die einzige Möglichkeit wäre gewesen, noch in der Nacht Wachen aufzustellen. Hilburg: „Der Marktmeister ist doch auch schon morgens um 7 Uhr auf dem Markt."
„Aus den Fehlern lernen", war die Schlussfolgerung von Frank Markowski (CDU). Wobei er die Umwelttage in vier Jahren durchaus auf der Parkstraße   sieht. Andere Ausschussmitglieder schlugen die Rückkehr auf den Markt vor.
Tendenziell wurde in der Diskussion deutlich, dass im Nachhinein keiner mit der Verknüpfung Umwelttage/City Spaß glücklich war. Bis auf die Grünen hatten im vorigen Jahr alle Fraktionen für diese Konstellation gestimmt.
In der Rückschau auf das letzte Augustwochenende wurde die Vermischung der übrigen Stände und Buden mit der Autoschau bemängelt.  Umweltbeauftragte Ulrike Hohendorff kritisierte konkret, dass im Einmündungsbereich der Parkstraße direkt unter Hinweis auf die Energiemeile entgegen der Absprachen plötzlich Autos standen. Bürgermeister Jenz Rother plädierte für bessere Absprachen mit dem AKH, damit die Fahrzeuge den City Spaß nicht dominieren.
Während die Umweltbeauftragte darüber hinaus mit den Umwelttagen 2008 hinsichtlich der Auftaktveranstaltung mit der Energieagentur NRW und der Vergabe der Umweltpreise zufrieden war, formulierte Dietmar Appel für die Grünen Kritik. Dass der Preis gleichmäßig auf die drei Bewerber geteilt wurde, bezeichnete er als Bankrotterklärung. Er forderte strengere Kriterien, um den Preis aufzuwerten.


Umwelttage

Die Holzwickeder Umwelttage werden alle vier Jahre durchgeführt. Weil die Resonanz der Veranstaltung 2004 im Schulforum so schlecht war, wollten die Verantwortlichen diesmal mehr Publikum anlocken. Das hatten sie sich von der Kooperation mit dem City Spaß des Aktivkreises erhofft. Die nächsten Umwelttage 2012 werden wohl wieder als Einzelveranstaltung stattfinden.



Bildunterschrift unter einem Foto des "Rhenus"-Standes vor dem Rathaus: Die Kulisse war nett, aber der Zulauf zur Energiemeile mager. Wegen erheblicher Probleme beim Aufbau am Samstagmorgen mussten die Umweltaktivisten auf den Marktplatz umziehen - an den Rand des Geschehens.   


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