aus Hellweger Anzeiger: Donnerstag, 12. Februar
2009
An der Bredde scheiden sich die Geister
FDP
und CDU halten an Größen fest
Bürgerblock will im Norden überplanen
Von Jennifer
Bauerfeld
HOLZWICKEDE • Wie
künftig mit dem Baugebiet Bredde umgegangen werden soll, da
scheiden sich die Geister der einzelnen Fraktionen.
Als Problembereich bezeichnet etwa FDP-Fraktionschef Jochen Hake das
Baugebiet. Die Grundstücke sind bis zu 1000 Quadratmeter
groß, angesichts von Preisen zwischen 255 und 288 Euro pro
Quadratmeter komme allein für das Grundstück eine stattliche
Summe zusammen. Die Zuschnitte will die FDP aber nicht ändern, das
hat ihre Klausurtagung ergeben. „Schon allein aus Fairnessgründen
den bisherigen Käufern gegenüber“, sagte Hake. „Wir wollen
die Ansiedlung nicht noch mehr verdichten“, so Hake weiter. Die FDP
plädiert dafür, weiter Geduld aufzubringen und die
Entwicklung des Abverkaufs abzuwarten.
Die CDU hat das in ihren Klausurberatungen ähnlich gesehen. Die
Filetstücke haben exklusive Größe und einen exklusiven
Preis, sagt CDU-Fraktionschef Rolf Kersting. Und das soll sich auch
künftig nicht ändern. „Wir wollen an den
Grundstücksgrenzen nicht hacken, sonst ist diese Exklusivität
weg“, sagte Kersting. Stattdessen sollen die Grundstücke Zug um
Zug verkauft werden. Eine derartige Vermarktung dauere
erfahrungsgemäß eben einfach länger.
Der Bürgerblock kam bei seiner Klausurtagung zu einem anderen
Schluss. „Wir möchten da endlich Bewegung reinbringen“, sagte
BBL-Chef Wilfried Brinkmann. Denn für die Unabhängigen steht
fest: So wie es ist, könne es nicht bleiben. „Wir schicken die
Bredde von einem ins nächste Jahr, das ist ein Dilemma“, so
Brinkmann.
Der Bürgerblock fordert, den nördlichen Bereich zu
überplanen und mit den Anwohnern Kontakt aufzunehmen – damit die
Gemeinde rechtlich nichts zu befürchten hat und die Anwohner sich
nicht benachteiligt fühlen. „In dieser Größenordnung
werden wir die Grundstücke nicht vermarkten können“, so
Brinkmann.
Von den elf ausgewiesenen Bauparzellen wurden bislang vier verkauft,
zwei davon sind bebaut.
Bildunterschrift unter einem Foto der
"Bredde": Die Vermarktung der Bredde läuft schleppend. Die Geister
der einzelnen Fraktionen scheiden sich daran, wie mit dem Baugebiet
künftig umgegangen werden soll.
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