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aus Hellweger Anzeiger: Dienstag, 25. August 2009

Polit-Information im CSG gesplittet

Parteinachwuchs auf einer Linie: Podiumsdiskussion für alle ab 16 Jahren

                Von Gabriele Hoffmann

HOLZWICKEDEPodiumsdiskussion mit den Bürgermeisterkandidaten und Parteien am Freitag, Wahlsimulation heute, Podiumsdiskussion mit den Bundestagsabgeordneten am 10. September - die Wahlen gehen an Holzwickedes Jugend nicht spurlos vorbei.

Wie berichtet, hatten der elfte und zwölfte Jahrgang des Gymnasiums am Freitag die Chance, die Kommunalpolitiker zu befragen. Im Nachhinein gab es herbe Kritik der Jungsozialisten. Sebastian Fechner wirft der Schulleitung des Clara-Schumann-Gymnasiums „fragwürdiges Verhalten“ vor, weil der 13. Jahrgang zu dieser Veranstaltung nicht eingeladen war. Gerade bei den Schülern der 13. Jahrgangsstufe gibt es, so Fechner, viele Erstwähler. „Diesen die Möglichkeit vorzuenthalten, sich auf einer schulischen Veranstaltung über die Lokalpolitik zu bilden“, ist nach Ansicht der Jusos „nicht legitim“.
CSG-Leiter Wolfgang Kurtz erklärte gestern auf Anfrage, dass es für den 13. Jahrgang am 10. September um 11.30 Uhr eine Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl gibt. Um weiteren Unterrichtsausfall zu verhindern, seinen die Veranstaltungen gesplittet worden. Alle Schülerinnen und Schüler im Wahlalter haben dann, so Kurtz, die Möglichkeit gehabt, sich zu informieren.
Die Kritik des SPD-Nachwuchses wird geteilt. „Nicht in Ordnung“, sagte der Parteichef des Bürgerblocks, Wilfried Brinkmann, dazu. Die Abiturienten hätten seiner Meinung nach die Diskussion vielleicht noch belebt.
Dass die Abiturienten nicht eingeladen waren, ist für Bernd Busemann von der „jungeliste“ kein Problem. Von Jugendlichen in dem Alter erwartet er, dass sie auch ohne diese Podiumsdiskussion wissen, was sie wählen. Jan Fischer von den jungen Grünen hätte sogar auch die Zehner gerne bei der Diskussion gesehen. „In den zehnten Klassen sind auch schon einige Erstwähler.“ Das Argument Unterrichtsausfall lässt er nicht gelten. „Politische Bildung ist wichtig.“
Hans-Peter Watermann, JU-Vorsitzender, sieht das genauso: „Alle, die wählen dürfen, hätten die Möglichkeit haben sollen, an der Diskussion teilzunehmen.“
Die JuLis stimmen voll und ganz mit ihren Kollegen überein. Vorsitzende Nadine Skupch findet es schade, dass die 13er nicht eingeladen waren. Ihrer Meinung nach, hätten „alle ab 16 Jahren, die bei der Kommunalwahl wählen dürfen“, an der Diskussion teilnehmen sollen.


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