aus Hellweger Anzeiger: Mittwoch, 06. Mai 2009
Firma
für Beckenschäden verantwortlich
Neues Gutachten liegt vor
Markise für Schatten im Planschbecken
Von Thomas Raulf
HOLZWICKEDE • Das
neue Gutachten zu den Schäden an Becken im Freibad Schöne
Flöte liegt vor: Die Sanierungsfirma ist für die Mängel
verantwortlich. Der gerichtliche Gutachter schließt auf
Produktions- oder Verarbeitungsfehler.
Der Betriebsausschuss informierte sich am Montag über den Zustand
des Freibades. Einhellig lobten die Politiker die Mitarbeiter der
Wasserversorgung, die trotz erheblichen Sanierungsbedarfs die
Eröffnung der Freibadsaison am Sonntag gerettet haben.
55000 Euro würde es kosten, das Nichtschwimmer- und das
Aktionsbecken in der Schönen Flöte zu reparieren. Nach der
Sanierung waren wie berichtet Abplatzungen und Blasen aufgetreten. Da
die Reparatur aber nicht dringend ist,kann der Eigenbetrieb
Wasserversorgung abwarten und versuchen, die verantwortliche Firma
für die Schäden haftbar zu machen.
Drei Wochen hat das Unternehmen Zeit, gegen das Gutachten Einspruch zu
erheben. Diese Frist wolle er abwarten, um dann Forderungen zu stellen,
sagte Bäderchef Stefan Petersmann.
Die betroffenen Flächen am Boden und Beckenrand müssten
abgeschliffen und neu versiegelt werden. Fraglich ist, ob die Firma
diese Arbeiten ausführt oder die Kosten übernimmt. Beides
könnte schwierig werden, da das Unternehmen bekanntlich insolvent
ist. „Wir müssen ’rausholen, was möglich ist. Die Gemeinde
soll nicht auf den Kosten sitzen bleiben“, forderte CDU-Chef Frank
Lausmann.
Bäderchef Petersmann betonte, durch die Mängel bestehe keine
Gefahr. Es sei mittelfristig nicht mit Materialermüdung zu
rechnen. Deswegen könne man die Reparatur auch Stück für
Stück angehen.
Unabhängig davon hegt der Eigenbetrieb Pläne, das
Kinderplanschbecken zu beschatten. Ursprünglich habe man über
ein Sonnensegel nachgedacht, berichtete Petersmann. Dies sei aber durch
Unwetter gefährdet. Auch könnten Kinder darauf herumklettern
und sich so selbst in Gefahr begeben. Die Alternative ist eine
Doppelmarkise, die nach links und rechts über dem Planschbecken
ausgefahren wird. „Die könnten wir auch noch farbenfroh
gestalten“, schlug Petersmann vor.
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