Beratungen des Haushaltsplanes 2009
Ergebnisse der CDU – Fraktion
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Haushaltslage
Der am 11.12.2008 in den Rat eingebrachte Entwurf der Haushaltssatzung
der Gemeinde Holzwickede schließt im Ergebnisplan mit 29,566 Mio.
€ Erträge und 32,194 Mio. € Aufwendungen. Die Verringerung der
Ausgleichsrücklage zum Ausgleich des Ergebnisplanes wird auf 2,628
Mio. € festgesetzt. Mit diesem Negativsaldo schließt das
Jahresergebnis ab.
Der Haushalt 2009 steht wie die Haushalte der Vorjahre unter Sparzwang.
Nicht alle wünschenswerten Investitionen und Vorhaben ließen
und lassen sich realisieren, sie werden in die jeweiligen Haushalte
nach einem wohlüberlegten Abwägungsprozess einbezogen. Alle
Entscheidungen für die Aufnahme in den Haushalt sind davon
geprägt, ob dies im Interesse der Aufrechterhaltung bzw. der
Weiterentwicklung der Infrastruktur unserer Gemeinde geboten ist bzw.
dem Wohl ihrer Bürger dient. Reine Bautätigkeit um ihrer
Selbstwillen wird abgelehnt, jedoch befürwortet, wenn sie der
demographischen Entwicklung entgegenwirkt. An- und Umsiedlung von
Gewerbebetrieben wird begrüßt, wenn Arbeitsplätze
geschaffen werden und der Wirtschaftskraft unserer Gemeinde gedient
wird. Alle im Haushalt stehenden Maßnahmen erstrecken sich
weitestgehend auf die Prägung des Ortsbildes mit Erhöhung der
Aufenthalts und Wohnqualität, der Verbesserung der Wegenetze und
damit der Entlastung der Bürger sowie den Mitteleinsatz für
Schüler und Jugendliche. Dies bezieht sich im Wesentlichen auf
Erweiterungen am Schulzentrum sowie auf Sport- und Bolzplätze.
Alles, was dem Wohle der Bürger, insbesondere aber der Kinder,
dient, steht bei Sparmaßnahmen außer Frage. Dazu
zählen sämtliche freiwilligen Leistungen.
Bauliche Unterhaltungsarbeiten können, wenn sie nicht dringend
nötig sind, gestreckt werden, um so mit finanziellen Ressourcen
den demographischen Entwicklungen und den daraus sich ergebenden
Erfordernissen (wie Schulbetrieb, bauliche Tätigkeit für ein
Generationenmiteinander, Zentrumsgestaltung und verkehrliche
Erschließung) Rechnung zu tragen.
Angesichts dieser Haushaltslage erlaubt 2009 – über diesen
Haushalt hier zu beraten ist – keinen großen Wurf, weder den Bau
einer Aula/Mensa noch den Bau eines neuen Rathauses, weder die
komplette Umgestaltung der Unterführung noch den Bau der
Ostumgehung. Mit den vorhandenen Mitteln muss in 2009 das Mach- und
Finanzierbare umgesetzt werden.
Die bereits in der Vergangenheit geplanten und anfinanzierten Vorhaben
sind auszuführen bzw. zu vollenden, wie Brückenschlag zur
Caroline, Planung des Tunneldurchstichs vom Norden zum Bahnhof mit
P&R-Anlage und der Umgestaltung des Emscherparks im Zuge der
Maßnahmen der Emschergenossenschaft.
Auch werden die Grundstücke auf der Bredde in 2009 nicht komplett
vermarktet sein.
Im Hinblick auf die weitere Entwicklung unserer Gemeinde ist es
geboten, Visionen anzustellen, Bedarfe zu erheben, zu planen und
fiskalische Folgen aufzuzeigen. Bei Entscheidungen für oder gegen
Projekte ist nach Dringlichkeit und finanziellen Möglichkeiten
abzuwägen. Oberste Priorität hat für die CDU-Fraktion
der Sektor Bildung mit Schulen sowie die junge Familie.
Konjunkturpaket II
Das von der Bundesregierung aufgelegte Konjunkturpaket II, dessen
Zahlenwerk am 03.02.2009 veröffentlicht wurde, spült
1,448.988 Mio. € in die Gemeindekasse, davon dürfen 959.870 €
für den Investitionsschwerpunkt Bildung (sprich Schulen) und
489.118 € den Investitionsschwerpunkt Infrastruktur ausgegeben werden,
und zwar für solche Maßnahmen, die neu sind, d. h. bisher
nicht geplant waren. Dies gilt auch für den Sektor
Straßenbau. Hiermit wird es der Gemeinde möglich,
Sanierungen vorzunehmen und Reparaturstaus an Schulen aufzulösen.
Auch Teile der Umgestaltung der Unterführung wie weitere
Abböschungen ließen sich damit finanzieren und brächten
bereits kurzfristig noch in diesem Jahr Verbesserungen für die
Holzwickeder Bürger. Die CDU-Fraktion spricht sich für
folgende Investitionen aus:
Schwerpunkt Bildung:
-
Wärmedämmung Aloysiusschule, neue Heizung Nordschule
-
sowie weitere energetische Sanierungen an Schulen
Schwerpunkt
Infrastruktur:
-
Abböschung Unterführung
-
sowie für Instandsetzungsmaßnahmen für
Straßenbau, soweit zulässig
Zunächst sind die Ausführungsbestimmungen über die
Verwendung dieser Mittel abzuwarten.
Bzgl. der Mensa/Aula am Schulzentrum oder des Rathausanbaus sollte
zunächst gerechnet werden. Beides ist aus Sicht der CDU-Fraktion
wünschenswert, wenn nicht sogar dringlich. Vor dem Hintergrund des
Schuldenhaushaltes unserer Gemeinde sind finanzielle Kraftanstrengungen
nur möglich, wenn sie sich gegenrechnen lassen.
Kreisumlage
Der Haushalt unserer Gemeinde ist zu einem großen Teil mit der
Umlage der Kosten des Kreises Unna belastet. Von jeher mahnt die
CDU-Fraktion Holzwickede an, die Kosten des Kreises zu begrenzen und
sich selber dort die gleichen Sparmaßstäbe aufzuerlegen, wie
der Kreis es den Haushaltssicherungsgemeinden gebietet. Folge sinkender
Kosten sind niedrigere Kreisumlagen. Derartiger Sparwillen war beim
Kreis bislang nicht zu vernehmen. Mahnungen der CDU-Kreistagsfraktion
wie auch der Bürgermeister und der Kämmerer der Gemeinden
sowie Einwendungen gegen die Erhöhung der Allgemeinen Kreisumlage
von einzelnen kreisangehörigen Kommunen führten nicht zur
Ausgabenbegrenzung. Die Forderung nach Festhalten an dem Hebesatz in
Höhe von 44 v. H. zielte auf Ausgabenkürzung. Der Landrat
wollte aufgrund der massiven Forderungen den Hebesatz von 44 v. H.
beibehalten, die Ausgaben ungekürzt lassen und das
Haushaltsdefizit über Schuldendienst finanzieren. Da der Haushalt
umlagefinanziert ist, ist das Defizit Schuld der Kommunen und damit,
wenn nicht über den Hebesatz direkt finanziert, in der Folge von
den Kommunen zu zahlen. Die „Jamaika“-Koalition im Kreis hat dies
durchschaut und sich dieser Rechnung widersetzt. Die Kreisumlage steigt
nun auf 44,49 v. H.
Die Lösung des Problems, welches für die Umlageerhöhung
verantwortlich ist, steht indes aus. Nach wie vor müssen
intensivste Bemühungen in Richtung Ausgabenbegrenzung beim Kreis
angestellt werden. Die Kämmerer, aber auch einzelne
Bürgermeister, haben hierzu Felder aufgezeigt. Es bedarf des
politischen Willens, und das auch im Kommunalwahljahr, die Ausgaben zu
begrenzen.
Kanalbaumaßnahmen
Das Investitionsprogramm Abwasserbeseitigung sieht Investitionen
für 2009 in Höhe von 2.565 T € bei Investitionseinnahmen in
Höhe von 829 T € vor. Den Kanalbaumaßnahmen, insbesondere
dem Kanalbau „Neue Caroline“, dem Grabenprojekt „Hohenleuchte“ sowie
dem Kanal „Montanhydraulikstraße“ wird zugestimmt.
Baugebiete
Zur Vermarktung stehen in Holzwickede mehrere Gewerbegebiete wie auch
Wohngebiete. Die Ansiedlungen in den Gewerbegebieten laufen sukzessive,
bei den Wohngebieten wurde die Emscherkaserne zunächst im Hinblick
auf am Markt befindliche Baugebiete zurückgestellt. Die weltweite
Finanz- und Wirtschaftskrise hat auch den deutschen Immobilienmarkt
getroffen, und zwar bereits bevor die ersten Banken einbrachen. Der
Rückgang von Bautätigkeit traf Bauträger und
Baufinanzierer gleichermaßen. Die Interessenten fragten Neubauten
verhaltener nach. Dies mussten wir in unseren beiden Wohngebieten
„Caroline“ und „Auf der Bredde“ zur Kenntnis nehmen. Während auf
der „Caroline“ die Vermarktung innerhalb eines gewissen Zeitrahmens
geplant ist, erfolgt der Abverkauf der Grundstücke „Auf der
Bredde“ entsprechend der Nachfrage. Die dortigen Filetstücke haben
exklusive Größe und exklusiven Preis. Die Grundstücke
sollten nicht verkleinert und die Grundstückspreise nicht
verbilligt werden. Damit halten wir für bevorzugte Ansiedlungen
Grundstücke parat, erfahrungsgemäß dauert derartige
Vermarktung länger. Das Marktsegment von günstigen kleineren
Grundstücken mit preiswerteren Bauwerken wird in anderen
Holzwickeder Baugebieten bedient.
Breitband
Der technische Fortschritt gebietet es, dass künftig jedes
Baugebiet, gleich ob gewerblich oder reine Wohnbebauung, mit
Breitbandkabel ausgestattet ist. Ohne solche Ausstattung wird es
künftig nicht mehr möglich sein, Betriebsgelände oder
Wohnungen zu veräußern oder zu vermieten. Die
nachträgliche Verlegung solcher Kabel ist kostenträchtig. Es
wird beantragt, in jedem neuen Baugebiet bereits heute Vorkehrungen zu
treffen und Breitbandverlegung zu ermöglichen.
Straßen / Rad- und Gehwege
Straßenbaumaßnahme
Ostumgehung
Seit Jahren
kämpft die CDU Holzwickede für den Bau der Ostumgehung, die
eine schnelle und deutliche Verkehrsentlastung der Haupt- und
Nordstraße bringen wird. Der Landesbetrieb Straßen.NRW hat
mitgeteilt, dass das Planfeststellungsverfahren voraussichtlich Mitte
2009 eingeleitet wird. Die CDU Holzwickede hat sich über ihre
Landtagsabgeordnete beim Landesbetrieb und dem
nordrhein-westfälischen Verkehrsministerium für zügige
Verfahrenseinleitung eingesetzt. Danach können die
Baumaßnahmen für die L 677n in 2010/2011 beginnen.
Rad- und Gehweg an der südlichen Seite
der Stehfenstraße
Die CDU-Fraktion
spricht sich für den Ausbau aus. Es sind 265 T € bei
80%-iger
Förderung in Höhe von 212 T € in den Haushalt einzustellen.
Unterführung
Die CDU-Fraktion hat mit Antrag vom 10.02.2004 gefordert, ab 2004 mit
der Renovierung der Unterführung zu beginnen, und zwar mit dem
Abtragen des Mauerwerks westlich vor der Unterführung und
Abflachung der Böschung entsprechend der Maßnahme auf der
östlichen Seite. Damit sollte zumindest im südlichen Teil die
Zufahrt zur Unterführung aufgeweitet und freundlich, heller und
sauberer sein. Die gleichen Maßnahmen – sind mit demselben Antrag
gefordert worden – könnten im Zuge der Entwicklung des
Carolinen-Geländes und der Bahnbrache im Norden sowie an der
Brückenkonstruktion und dem Trägerwerk selbst erfolgen.
Wegen fehlender Mittel und der Haltung der Bahn bzgl. des
Trägerwerkes war es bisher nicht möglich, an der
Unterführung selbst sowie wegen der Carolinen-Planungen im Norden
die Aufweitung vorzunehmen. Nachdem nun im Süden auf der
östlichen und westlichen Seite Abböschungen erfolgten, sollte
dies auf gleiche Weise auf der nördlichen Seite der
Unterführung erfolgen. Da die Zufahrt zum Bahnhof für Busse,
Taxis und PKWs sowie die zentrale Zuwegung für
Fußgänger weiterhin durch die Unterführung erfolgt,
sind der sichere Zugang und die sichere Zufahrt zu gewährleisten.
Es bietet sich an, die hohen Mauern abzutragen und die gesamte
Unterführung lichter und aufgeweiteter zu gestalten. Dies
entspricht den Vorstellungen, die von der CDU-Fraktion seit Jahren
entwickelt wurden. Mittel waren bislang dafür nicht vorhanden,
könnten aber ggf. mit Geldern aus dem Konjunkturpaket II der
Bundesregierung verwirklicht werden. Diese Maßnahme war zwar
bislang in unseren Köpfen, aber noch nicht geplant und
erfüllt damit wohl die Voraussetzungen der Förderung. Damit
könnte die Renovierung und Umgestaltung der Unterführung in
einem Zuge erfolgen.
Gleichzeitig sollte die Bahn dazu bewegt werden, dass im Zuge der
Umgestaltung in der Unterführung die tragenden
Brückenelemente gereinigt, mit Korrosionsschutz versehen und
heller Industriefarbe neu gestrichen werden. Helle LED-Lichtbänder
nehmen neben der Aufweitung die Angst-Dunkelzone.
Wenn Mittel nach dem Konjunkturpaket II dafür nicht zur
Verfügung stehen sollten, wird beantragt, dass in 2009 auf der
nördlichen Seite der Unterführung die westliche Mauer
abgetragen und entsprechend der Gestaltung auf der südlichen Seite
Abböschung erfolgt. Der Baumbestand am Jugendzentrum ist zu
sichern. – Jährlich sind dann im Rahmen des Investitionsprogramms
in weiteren Schritten Teilrenovierungen vorzunehmen, und zwar mit
folgender Priorität:
| 1. |
Abböschung nördliche
Stützmauer |
291 T € |
|
| 2. |
Abböschung Zufahrt zum Bahnhof
|
452 T € |
|
| 3. |
Abböschung Stützmauer zw.
Brücken
|
47 T € |
|
|
Baukosten insgesamt |
790 T € |
|
Tunneldurchstich von Stehfenstraße
zum Bahnhof
Die Diskussion um die Fußgängerbrücke Caroline brachte
in Deutlichkeit hervor, dass die Befürworter eine
fußläufige Drei-Achsen-Lösung als
Nord-Süd-Verbindung anstreben, nämlich im Westen die
Brücke, in der Mitte die Unterführung und im Osten den
Tunneldurchstich. Mit diesem Durchstich wird nicht nur der kürzere
Zugang zum Bahnhof vom Norden her, sondern auch infolge der Verbindung
zum Durchstich vom Süden her bis zur Bahnhofstraße
ermöglicht.
Die CDU-Fraktion setzt sich für die baldige Umsetzung ein und
stimmt den Planungskosten in Höhe von 97,5 T € zu. Der Durchstich
erfolgt in Verbindung mit der Anlegung der P&R-Anlage an der
Stehfenstraße, auch hier wird den Planungskosten in Höhe von
74 T € zugestimmt. Der Bau der Anlage und des Durchstichs ist für
2010 und 2011 vorgesehen, Landesmittel sind bewilligt. Damit sind im
Finanzplan 2010 und 2011 entsprechende Haushaltsmittel vorzusehen.
Außerdem ist ein behindertengerechter Aufzug zum Mittelgleis
vorgesehen (2,4 Mio. €, die aus Mitteln der Modernisierungsoffensive II
finanziert werden).
Die CDU-Fraktion hat den Durchstich in Verbindung mit der
P&R-Anlage stets gefordert und begrüßt jetzt, dass das
jahrelange Mühen von Erfolg gekrönt ist.
Umgestaltung Emscherpark
Die CDU-Fraktion hat am 11.02.2001 beantragt, im Zusammenhang mit der
Umgestaltung des Emscherparks selbst auch den Marktplatz umzugestalten.
Die CDU-Fraktion wollte die Maßnahme nicht auf die Neupflasterung
des Marktplatzes reduziert wissen. Die Planungsziele der CDU-Fraktion
sind mit der Umgestaltung des Marktplatzes verwirklicht worden. Im
Rahmen der Haushaltsgespräche 2006 wurde von den Fraktionen
beschlossen, die Umgestaltung des Emscherparks entsprechend der
Vorstellung des Architekten, der den Markt und den Park geplant hat,
zunächst bis zur Neuanlegung des Emscherverlaufs durch die
Emschergenossenschaft zurückzustellen und den
Ausführungsbeginn eng mit der Genossenschaft zu koordinieren.
Sollte die Genossenschaft in 2007 nicht ihre Maßnahme
ausführen, so wurde einstimmig beschlossen, wollte die Gemeinde in
jedem Fall den Park entlang der Parkstraße umgestalten. Die
Kosten wurden seinerzeit mit 205 T € veranschlagt, von denen 175 T € in
den Haushaltsentwurf 2007 eingestellt wurden. Die vom Planer
vorgestellte Maßnahme hatte sich um 50 v. H. auf 306 T €
verteuert und erfasste zusätzlich noch den Spielplatz mit 244 T €.
Die vorgestellten Maßnahmen entsprachen nicht den von der Politik
beschlossenen Vorhaben, sondern waren völlig überzogen. Da
die Ausführung der Umgestaltung eng mit den Arbeiten der
Emschergenossenschaft verzahnt ist, wurden die Mittel in Höhe von
175 T € aus dem Haushaltsentwurf 2007 gestrichen und als
Verpflichtungsermächtigung für 2008 205 T € veranschlagt.
Unter Nutzung des Förderprogramms ÖPEL waren verbleibende
Aufwendungen in Höhe von 83.120 € erforderlich, die im Finanzplan
2009 zu berücksichtigen waren. Ohne Förderung wären ohne
Wegeführung am Spielplatz 237.500 € anzusetzen. gewesen Im
Haushalt 2009 wurden 250 T € veranschlagt, da Mittel aus dem
Förderprogramm ÖPEL nicht zur Verfügung stehen.
Die Emschergenossenschaft verlegt den Emscherverlauf und lässt ihn
durch den Park meandern. Deshalb sind neue Wege, Wiesen und Beete
anzulegen. Außerdem ist das Denkmal an einen ehrwürdigen
Platz zu verlegen. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, dem
Entree zum Park unter Einbeziehung der Parkstraße zu einem Bild
in der Ortsmitte zu verhelfen, das zum Aufenthalt und Verweilen
einlädt. So verbinden sich Markt und Park zu einem dauerhaften
Kern des Zentrums mit Ausstrahlung auf die koronaren Straßen und
Wohn- und Geschäftsviertel.
Ohne diese Maßnahme würde die Parkumgestaltung infolge
Renaturierung der Emscher lediglich auf Wegeneubau reduziert. Die
Bürger würden weiterhin nicht animiert, den Park zu nutzen.
In den Eingangsbereich des Parks an der Parkstraße
gehört ein großer gepflasterter Platz mit Bäumen und
Bänken, der auch gastronomisch genutzt werden könnte, und
zwar großzügig entlang der Parkstraße. Der
Fußweg ist nicht neben Emscher und Platz zu verlegen, sondern er
mündet von Süden her kommend auf den Platz. Pflasterung
vergleichbar dem Markt würde sich empfehlen, der Unterbau sollte
nicht so aufwendig sein, weil er nicht mit Schwerstgerät
(Großlaster) befahren wird. Es ist aber auch denkbar, diesen
Platz in feinkörnigem Kies zu gestalten, vergleichbar der Anlage
zwischen der Eissporthalle und den Rosenterrassen in Dortmund. Die
Ausführung der Parkumgestaltung entlang der Parkstraße
sollte unmittelbar nach Abschluss der endgültigen Maßnahmen
der Emschergenossenschaft erfolgen.
Mittel dafür bleiben im Haushalt 2009 (250 T €).
Zentrumsumgestaltung
Die CDU-Fraktion hat am 11.02.2001 beantragt, im Zusammenhang mit der
Bebauung zum Emscherpark und der Umgestaltung des Parks selbst auch den
Marktplatz umzugestalten. Mit diesem Antrag wurde bezweckt, das Zentrum
insgesamt einer Überplanung zu unterziehen.
Dazu hat die CDU-Fraktion am 03.05.2004 ein Positionspapier erstellt
und darin denkbare Maßnahmen vorgeschlagen.
Die Planungsziele der CDU-Fraktion fanden sich bezogen auf die Bereiche
Attraktivierung des Ortes, die Kantenbildung, Marktplatzgestaltung,
Festplatznutzung sowie der Erschließungswege und Verbindung der
Quartiere weitestgehend im vorgestellten Rahmenplan des
Planungsbüros wieder. Dazu gehört auch die modulartige
Gestaltung des Bereiches Dudenroth/Platz von Louviers, keine
Wohnbebauung, dafür multifunktionale Nutzung mit hohem
Aufenthaltswert.
Mit dem Haushalt 2008 wurden erstmals auf Antrag der CDU Mittel im
Interesse der Fassadenerneuerung entlang der Hauptstraße in
Höhe von 5 T € für Kosten der Gerüste angesetzt. Diese
Maßnahme sollte über 3 Jahre laufen. Da in 2008 Mittel nicht
abgerufen wurden, sind für 2009 10 T € und für 2010 5 T €
anzusetzen. Die Hauseigentümer an der Hauptstraße bis zur
Gaststätte „Zur Glocke“ und der Konditorei „Freise“ sind über
das Angebot zu informieren.
Bolzplätze
Bereits 2008 hat die CDU-Fraktion den Mittelansatz für die
Umgestaltung öffentlicher Spielplätze einschließlich
der Anlegung eines neuen Spielplatzes am Jugendzentrum auf der Caroline
befürwortet. Dazu gehörte auch die Herrichtung der
Bolzplätze, insbesondere an der Rausinger Halle und der
Schubertstraße. Dem Mittelansatz in Höhe von 20 T € für
Instandhaltung wurde zugestimmt.
Mit der Errichtung des wettkampfgerechten Sportplatzes an der
Opherdicker Straße mit Kunstrasen und Tartanbahn empfahl es sich,
wegen Wegfall der als Bolzplatz genutzten Spielfläche, einen neuen
Bolzplatz anzulegen. Als Fläche dazu wurde die
Montanhydraulikstraße ausgewählt. Ob der Platz nun dort oder
an der benachbarten Jahnstraße angelegt wird, ist zu
überdenken, jedenfalls sollte der Bezug zum dortigen Stadion
bestehen. Der Platz kostet in der Ausgestaltung mit Asphalt 49 T €, mit
Kunstrasen 58 T € und Tartan 65 T €.
Die bisherige Ausführung in Asche bot erhebliche
Verletzungsgefahr, das gilt auch für Asphalt. Kunstrasen ist die
sicherste Ausführung, darf aber nur mit entsprechendem Schuhwerk
betreten werden. Um aber jedem Jugendlichen die Nutzung auch ohne
Aufsicht und entsprechendem Schuhwerk zu ermöglichen, spricht sich
die CDU-Fraktion für natürlichen Rasen aus. Sofern bei
Asphalt damit erhebliche Unterhaltungsaufwendungen (insbesondere
Frostbruch im Winter) verbunden sind, werden auch Bedenken gegen
Kunstrasen nicht erhoben, dieser darf dann auch mit normalem Schuhwerk
betreten werden.
Rausinger Halle
Für die Erweiterung und Erneuerung der Rausinger Halle hat die
Verwaltung mit einem Entwurf eine Umgestaltung aufgezeigt, die 850 T €
erfordert hätte. Darin waren neben Anbau auch Neugestaltungen des
Innenbereichs inkl. der Bühne vorgesehen. Dass ein neuer Anstrich
nötig und die Küche, Theke und Toilettenanlage
sanierungsbedürftig waren, wurde anerkannt. Das Sanierungskonzept
wurde von den Fraktionen gemeinsam erarbeitet und auf das notwendige
Maß begrenzt. Dies galt sowohl für den Lager-, Theken-,
Küchen- und Sanitärbereich. Den erforderlichen Mitteln wurde
zugestimmt. Im ersten Bauabschnitt wurde der Küchen- und
Bewirtungsbereich inkl. neuer Einrichtung saniert (70 T €).
Baumaßnahmen, die eine Verkleinerung der Hallenfläche
beinhalteten, wurden abgelehnt.
Der Erneuerung des Bühnenvorhanges in Höhe von 7.500 € in
2009 sowie einer neuen Bestuhlung und Tische in Höhe von 50 T € in
2011 wird zugestimmt.
Umzug der Wasserversorgung
Der Standort der Wasserversorgung in der Gemeindemitte wird
überdacht. Mit Wegzug würde eine anderweitige Nutzung von
Gebäudeteilen des alten Feuerwehrgerätehauses zur Diskussion
stehen. Mit Antrag vom 20.02.2006 hat die CDU-Fraktion beantragt, im
dortigen Bereich eine Toilettenanlage in Betrieb zu nehmen, die
Räumlichkeiten würden sich dafür anbieten. Die
Wasserversorgung mit ihrem Materiallager und ihrer Werkstatt sowie den
Fahrzeugen sollte zum Bauhof umziehen. Dortige Lager könnten
genutzt werden und mit dem Wegzug vom Markt würden sich ganz neue
Perspektiven eröffnen. Planungskosten für den Umzug der
Wasserversorgung zum Baubetriebshof in Höhe von 30 T € wird
zugestimmt.
Rathausanbau am Markt
Seit geraumer Zeit werden Überlegungen angestellt, die
verschiedenen Dienststellen, die in umliegenden Gebäuden, wie
Bauamt, Bürgerbüro, Steueramt, Druckerei, Sozialamt,
Wasserversorgung usw. untergebracht sind, bürgerfreundlich
zusammenzuführen. Dabei wurde überlegt, ob vorhandene
Gebäude anders genutzt, umgebaut oder ersetzt werden können.
Da die Post ab Mai 2009 ihre Dienststelle schließt und umzieht,
die Wasserversorgung zum Bauhof ziehen könnte, eröffnet sich
dadurch die Chance, das gesamte Ensemble zu überplanen. Der Bau
eines neuen Rathauses ist nicht finanzierbar, wenn nicht erhebliche
Eigenanteile als Erlöse der bisherigen Liegenschaften bzw.
Einsparungen bei den gemieteten Objekten eingebracht werden
können. In 2009 steht ein solcher Bau nicht an. Dieses Jahr sollte
genutzt werden, entsprechende Berechnungen vor der Planung anzustellen.
Baubetriebshof
Das Streusalz für den Winterbetrieb wird gegenwärtig in einer
Halle am Betriebshof gelagert. Dieses Salz greift die Wände an,
nimmt aber auch erheblichen Lagerraum in Anspruch, der bei Umgestaltung
und Umsiedlung der Wasserversorgung besser genutzt werden kann. Deshalb
wird der Anschaffung eines Salzsilos für 30 T € zugestimmt.
Sportstätten
Der Überdachung am Sportzentrum an der Opherdicker Straße in
Höhe von 40 T € wird zugestimmt.
Im Zusammenhang mit der Überplanung am Schulzentrum wie der
Errichtung einer Mensa/Aula steht die Kleinschwimmhalle zur
Disposition. Daraus ergeben sich ggf. die Notwendigkeit der
Überdachung des Nichtschwimmerbereichs im Freibad sowie der Bau
einer Zweifachturnhalle. Abschließend kann hierzu keine Stellung
bezogen werden, da dies vom Gutachten zur Mensa/Aula und ihre
multifunktionale Nutzung abhängig ist. Da die Mensa mit Nutzung
als Aula Vorrang vor allen Überlegungen zu Sportstätten hat,
sollte die Planung die einzelnen Schritte vorsehen und am Ende erst die
Verlegung oder der Ersatz von Sportstätten stehen.
Zunächst spricht sich die CDU-Fraktion dafür aus, die
Kleinschwimmhalle zu erhalten und von dem Bau einer Zweifachturnhalle
für ca. 3,8 Mio. € abzusehen. Auch der Bau einer Überdachung
über das Nichtschwimmerbecken im Freibad für ca. 2 Mio. €
steht gegenwärtig nicht zur Planung.
Schule: Aula mit Mensa
Mit Anlegung des neuen Sportplatzes am Schulzentrum mit neuer Umkleide
war auch in einem späteren Schritt an die Errichtung einer Aula
gedacht, gegenwärtiger Bedarf jedoch nicht gesehen. Die Aula
sollte nicht nur schulischen Zwecken dienen, sondern auch für
kulturelle und gemeindliche Veranstaltungen zur Verfügung stehen.
Die Notwendigkeit einer solchen Räumlichkeit ergibt sich jetzt aus
der Über-Mittag-Betreuung mit Mittagstisch für Schüler.
Da gleichzeitig mehrere hundert Schüler verköstigt werden
müssen, ist hierfür eine Mensa zu schaffen. Deshalb ist der
Bau der Aula mit Mensa vorzuziehen und mit der Planung
baldmöglichst zu beginnen.
Es ist davon auszugehen, dass die vorhandenen Räumlichkeiten am
Schulzentrum nicht geeignet sind, dass in ihnen eine Verköstigung
über Mittag erfolgen kann. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit,
eine Mensa zu schaffen. Es bietet sich dann geradezu an, diese
Räumlichkeiten auch als Aula für den Schulbetrieb zu nutzen.
Weitere multifunktionale Nutzungen für die Gemeinde sind denkbar
(vergleichbar der Nutzung der Rausinger Halle oder des Forums der
Hauptschule). Keinesfalls sollte dort eine Stadthalle wie in
Nachbargemeinden oder –städten entstehen. Einen defizitären
Betrieb könnte sich die Gemeinde, aber auch kein gewerblicher
Stadthallenbetreiber erlauben, wie die Nachbarkommunen zeigen.
Also benötigen wir eine Mensa/Aula (geschätzte Kosten = 3 bis
4 Mio. €) für den Schulbetrieb mit weitergehender Nutzung, nicht
aber eine Stadthalle. Gleichwohl wird der Bau schwer zu finanzieren
sein. Deshalb müssen vorab Überlegungen zum Bedarf, Standort,
Funktionen, Betriebszeiten, Betreibermodelle und Finanzierungsvarianten
angestellt werden. Eine vom Ministerium begleitete Machbarkeitsstudie
ist unbedingt zu erstellen. Hierfür sind 20 T € vorzusehen.
Familie
Für die CDU-Fraktion ist der Einsatz für die Familie sowie
die Jugend oberstes Gebot. Unseren älteren Mitbürgern gilt
unser ganzer Respekt. Wir haben im gesellschaftlichen Miteinander
für unsere betagten Bürger viel erreicht. Das betrifft
Begegnungsstätten im kommunalen und kirchlichen Bereich,
Veranstaltungen besonders für ältere Mitbürger,
Erleichterungen beim Busverkehr und besondere Vorkehrungen auf den
Gehwegen usw. Ihr von großem Wissen geprägter Rat ist
willkommen und ihre Lebenserfahrung eine Bereicherung.
Seniorengerechtes Wohnen und Pflegeheime erlauben den Verbleib in der
Gemeinde, wenn die Wohnung nicht mehr alleine bewältigt werden
kann bzw. Pflegebedarf besteht.
Ein vergleichbares Angebot mit Jugendzentrum, Jugendtreffs der Schulen
und Kirchen sowie für die Kleineren die Kindergärten mit
zahlreichen Spielplätzen und Sporteinrichtungen richtet sich an
die Jugendlichen.
Holzwickede mit seinem schulischen und kulturellen sowie sportlichen
Angebot scheint damit für die junge Familie sowie die älteren
Mitbürger geradezu geeignet. Gleichwohl steht Holzwickede bei
seiner Ansiedlungspolitik in Konkurrenz zu Nachbarkommunen. Die
demographische Entwicklung in unserer Gesellschaft, und das gilt auch
für Holzwickede, gebietet es, im Bemühen um die Ansiedlung
junger Familien nicht nachzulassen. Nur so kann das gesamte
infrastrukturelle Angebot aufrechterhalten werden. Jegliches Abschotten
von außen (möglichst keine Baugebiete mehr und kein Zuzug)
hätte für unsere Kommune fatale Folgen.
Die CDU-Fraktion möchte, dass in der jungen Familie der Beruf und
die Familie vereinbar sind und die junge Familie am gesellschaftlichen
Leben teilhaben kann. Nicht nur der alleinerziehenden Mutter, sondern
auch jungen Familien, selbst wenn nur ein Elternteil arbeitet, ist es
während der Zeit der Erziehung ihrer Kleinkinder kaum
möglich, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, wenn nicht
Großeltern, Freunde oder bezahlte Kindermädchen sich des
Nachwuchses annehmen. Während dies in früheren Generationen
als selbstverständlich hingenommen wurde, fordert die heutige
Generation zu Recht, sich zu verwirklichen und nicht auf Kind und
Küche reduziert zu werden. Der Gutverdiener kann sich
Kinderbetreuung leisten, schon ein Normalverdiener stößt an
seine finanziellen Grenzen.
In allen Diskussionen in vergangenen Jahren stand jeweils die soziale
Gerechtigkeit im Vordergrund. Hartz IV-Empfängern wurde wie auch
Geringverdienern Kostenfreiheit zugesichert. Das erstreckte sich auch
auf Lernmittelfreiheit und die Förderung durch gemeinnützige
Vereine. Das oberste Ziel dieser Diskussion war immer, den sozial
Schwachen gleichzustellen und ihn vor Belastungen abzufedern,
finanziert natürlich durch alle, auch den Normalverdiener. Ziel
der o. g. Bemühungen ist jedoch nicht soziale Gleichmacherei,
sondern Teilhabe der jungen Familien am Holzwickeder Gemeindeleben
unabhängig von der Finanzkraft.
Für folgende Bereiche sollten Lösungen erarbeitet werden:
- Beaufsichtigung
von Kleinkindern in den Abendstunden im Kinderhort o. ä. (um
gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, nicht ist an Verwahrung
gedacht, wenn Eltern in den Abendstunden arbeiten)
- als
Räumlichkeiten bieten sich dazu Kindergärten an
- ggf. stellt
die Gemeinde Holzwickede die Räumlichkeiten
- eine solche
Einrichtung sollte in Eigenverantwortung als Elternverein
mit Unterstützung der Gemeinde
geführt werden
- denkbar ist
unentgeltliche Beaufsichtigung durch Vereinsmitglieder (Eltern) oder
Kindermädchen
- Förderung
von Tagesmüttern
Flughafen
Seitens des Dortmunder Flughafens wird seit längerer Zeit
angestrebt, die Tonnage und damit das Abfluggewicht anzuheben sowie die
Betriebszeiten mit verschobener Verspätungsregelung auszuweiten.
Dass Fluggesellschaften Dortmund den Rücken kehren, weil sie im
Verlaufe eines Tages nicht mindestens vier Umläufe schaffen, ist
im Hinblick auf den Herbst-Winter-Frühlings- Flugplan
äußerst bedenklich. Die Auslastung während dieser
Zeiten erlaubt z. T. nicht einmal einen Umlauf. Die Liberalisierung und
die Wettbewerbssituation führen infolge Sättigung zu einem
Verdrängungsprozess. Die Betriebszeitenänderung führt zu
der Vermutung, dass außerhalb der heute geltenden Zeiten andere
als Personenflieger starten und landen. Gegen die eine verspätete
Maschine, die noch nach Landeschluss einfliegt, hat wohl niemand
Bedenken. Bislang hat der Flughafenbetreiber keine Garantie dafür
ausgesprochen, dass Nacht- und Frachtflug nicht stattfinden. Dagegen
siedeln sich auf dem Flughafengelände Logistik-Unternehmen an.
Die CDU-Fraktion Holzwickede spricht sich im Interesse der Holzwickeder
Bürger gegen eine Verlängerung der Start- und Landebahn, eine
Erhöhung des Abfluggewichtes, die Ausweitung der Betriebszeiten
sowie gegen den Nacht- und Frachtflug aus. Die heutige Regelung erlaubt
größere Auslastung ohne die Lebensqualität der
Holzwickeder Bürger zu beeinträchtigen und sie unzumutbarem
Lärm auszusetzen.
Rassismus
Das Clara-Schumann-Gymnasium lehnt Ausländerfeindlichkeit,
Diskriminierung von Minderheiten und andere menschenverachtende
Handlungen und/oder Äußerungen kategorisch ab. Sie bekennen
sich ausdrücklich zur freiheitlich-demokratischen Meinungsfreiheit
und Toleranz ggü. anders Denkenden. Die Aktivitäten des CSG
sind angesichts der menschenverachtenden Schmierereien im Schulzentrum
entstanden. Die Aktion „Kratzen gegen Rechts“ wird
ausdrücklich begrüßt und wurde vom CDU-Gemeindeverband
Holzwickede finanziell unterstützt. Es ist
selbstverständlich, dass sich alle demokratischen Parteien gegen
solche Intoleranz und gegen jegliche Art von Rassismus wenden. Die
CDU-Fraktion wird die Agenda unterzeichnen und bekennt sich
ausdrücklich gegen Extremismus aller Art, insbesondere
Rechtsextremismus und jegliche Intoleranz von rechts und links.
Vandalismus
Vermehrt muss festgestellt werden, dass das Eigentum anderer nicht
geachtet und das gesellschaftliche Zusammenleben geschädigt wird.
Äußere Zeichen sind Schmierereien und
Sachbeschädigungen. Wer diese Zerstörungen mit erheblichen
Folgekosten begeht, ist nicht bekannt, sie treten aber entlang von
Schulwegen auf. Lärmschutzwände, Brücken,
Stützmauern usw. (ganz zu schweigen von Eisenbahnwaggons) werden
besprüht, und das nicht nur mit Signets, sondern mit
großflächigen Schmierereien. Neuerdings werden an
Laternenpfählen, Abfalleimern und RWE-Kästen Aufkleber mit
staatsfeindlichen Parolen angebracht. Es muss sich eine Ächtung
dieser Handlungsweisen durchsetzen und nicht diese Schmierereien noch
als Kunstwerke bezeichnet und teure Sachbeschädigungen als
„Jungenstreiche“ abgetan werden. Alle Schmierereien an gemeindlichen
Baukörpern sind unverzüglich zu beseitigen bzw. zu
überstreichen, ggf. mit „Lotus-Effekt“-Farbe, die Wiederholung
verhindert.
Bürgerservice
Zum Haushalt 2008 hat die CDU-Fraktion am 25.02.2008 folgenden Antrag
gestellt:
Aufgabe unserer
Verwaltung ist es, das Gemeinwohl zu regeln und seine Umsetzung zu
organisieren, zu strukturieren und dabei dem Bürger zu dienen. Die
Verwaltung macht auch einen Umdenkprozess mit, weg von der
bürokratischen Amtsverwaltung zum modernen Dienstleister. Als
solcher hat er sich den Anforderungen des Marktes zu stellen.
Sprechzeiten, Öffnungszeiten, Vorladungen, Behördengänge
und Anträge mit Stempel sollten der Vergangenheit angehören.
Soziale Einrichtungen haben sich darauf eingestellt und bieten ihren
Betreuten derartige Hilfsdienste in Form von Begleitservice zu
Behördengängen usw. an. Die CDU-Fraktion sieht nicht zuletzt
durch den demographischen Wandel unserer Gesellschaft einen
zusätzlichen Handlungsbedarf für ein noch
bürgerfreundlicheres Holzwickede. Ein mobiler Bürgerservice
wäre ein weiterer Beitrag hierzu. Kommunale Dienstleistungen
könnten bei Bedarf auch über Hausbesuche angeboten werden.
Er richtet sich
vornehmlich an Bürgerinnen und Bürger, die aus
gesundheitlichen oder Altersgründen keine Möglichkeit haben,
das Rathaus aufzusuchen. Darüber hinaus könnte der Service
aber auch für Familien interessant sein, die bspw. für die
Zeit eines notwenigen Amtsbesuches keine kurzfristige Kinderbetreuung
organisieren können. Solche Dienstleistungen werden zum Teil
bereits von Banken angeboten, Geldbringdienste – allerdings gegen
Gebühr – sind im Gespräch. Bei Apotheken gehören
kostenlose Auslieferungen nicht sofort verfügbarer Medikamente zum
Kundendienst. Solch ein Kundendienst ist auch für die Holzwickeder
Verwaltung wünschenswert, und zwar für den Bürger
kostenlos. Erbracht werden könnte die Dienstleistung von jedem
Verwaltungsmitarbeiter. Wenn es nämlich um Anliegen der Verwaltung
geht, ist auch kein Weg zu lang. Die Einrichtung eines solchen Services
ist auch in Dortmund, Hamm, Münster, Unna, Werl usw. im
Gespräch bzw. bereits umgesetzt. Wir sind aber keine
städtische Einrichtung, die dafür extra Personalbedarf hat,
sondern eine kleine Gemeinde mit überschaubarem Bedarf an solchen
Dienstleistungen. Deshalb sind keine Aufwendungen anzusetzen. Ein
derartiger Bürgerservice würde dem Ruf der Gemeinde
Holzwickede, eine bürgerfreundliche Gemeinde zu sein, gerecht. Im
Übrigen ist auch kein Weg zu lang, den beeinträchtigten
Wahlbürger zur Wahlurne zu fahren. Jetzt können wir dem
Bürger etwas geben, tun wir es.
Dieser Antrag ist vom Bürgermeister an die Fachabteilungen sowie
den Personalrat weitergeleitet worden und auch nach einem Jahr ohne
positive Auswirkung für den Bürger geblieben. Die
CDU-Fraktion fordert den Bürgermeister und die Verwaltung auf,
eine im vg. Sinne bürgerfreundliche Lösung zu finden. Deshalb
wird unser Antrag an dieser Stelle wiederholt.
Stellenplan
Dem vorgelegten Entwurf des Stellenplanes wird zugestimmt.
Beigeordneter
Mit dem Ausscheiden des damaligen ersten Beigeordneten im Jahre 2008
hat sich die CDU-Fraktion eindeutig und unmissverständlich
für die Wiederbesetzung der Stelle ausgesprochen. Da die
Bürgermeisterstelle keine verwaltungsfachliche Qualifikation
erfordert und der gegenwärtige Amtsinhaber darüber nicht
verfügt, ist fachliches Know-how in der Verwaltungsspitze
erforderlich. Über das Jahr 2008 hinweg wurde eine Lösung
gefunden, bei der Fachkompetenz in den Verwaltungsvorstand eingebracht
wurde. Die Wiederbesetzung in 2009 wurde auf die Zeit nach der
Kommunalwahl verschoben, um damit den Erfordernissen des neuen Rates
und des neuen Bürgermeisters Rechnung zu tragen. Bis dahin wird
über das Anforderungsprofil, den Geschäftsbereich im
Verwaltungsvorstand und die Ausschreibung beraten, so dass unmittelbar
nach der konstituierenden Ratssitzung die Besetzung erfolgen kann.
Ratsarbeit
Die jährliche Aufstellung des Haushaltes mit Finanzplan für
die Folgejahre ergibt die Möglichkeit, eng am haushaltspolitischen
Geschehen orientiert zeitnahe Haushaltsentscheidungen zu treffen.
Beispiel dafür ist die Umgestaltung der Unterführung mit
Mitteln des Konjunkturpaketes II. Doppelhaushalte sind dort geboten, wo
Spielräume für Finanzplanungen insbesondere wegen
Nothaushalten und Haushaltssicherungskonzepten nicht gegeben sind. In
Nachbarkommunen wird auch von diesem Zweijahresrhythmus im Hinblick auf
die fünfjährige Wahlperiode abgewichen. Aufstellung von
Haushalten und Finanzplänen sind wichtige Instrumente für die
Räte, die Beratungen dazu ihr Werkzeug. Daher spricht sich die
CDU-Fraktion für jährliche Haushalte aus.
Alle in der vorstehenden Stellungnahme der CDU-Fraktion zum Haushalt
2009 aufgestellten Forderungen werden zu Anträgen erhoben.
Im Übrigen wird dem vorgelegten Haushalt 2009 zugestimmt.
Die Stellungnahme wird unter www.cdu-holzwickede.de ins Internet
gestellt.
Holzwickede, den 11.02.2009
Rolf Kersting
Fraktionsvorsitzender
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