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PRESSEMITTEILUNG
der
Frauen-Union Kreis Unna
Jährlich
erkranken in Deutschland mindestens 700.000 Patienten an einer
Krankenhausinfektion, bis zu 30.000 Todesfälle resultieren
hieraus. Eine Krankenhausinfektion ist eine Infektion, die in
zeitlicher Nähe zu einer Krankenhausbehandlung oder einer
ambulanten Behandlung steht. Vor allem für immungeschwächte
Patienten besteht eine größere Gefahr, sich mit einem
Krankenhauserreger zu infizieren.
Die Frauen-Union
Kreis Unna beschäftigte sich jetzt mit dem Thema der sogenannten
„multiresistenten Erreger (MRSA)“. Das sind solche Erreger, die gegen
eine Vielzahl von Antibiotika oder sogar gegen alle Antibiotika
widerstandsfähig sind. Der Kreis Unna hatte erst kürzlich zu
einer Fachkonferenz zu diesem Thema eingeladen und verfügt
über einen eigenes MRSA-Netzwerk im Kampf gegen die
Keime.
Die Frauen-Union
Kreis Unna unterstützt ausdrücklich die Aktivitäten des
Kreis-Gesundheitsamtes, fordert aber verstärkte Informationen und
Hygieneschulungen für die niedergelassenen Ärzte und
Pflegeeinrichtungen. „Die Frauen-Union ist sich durchaus bewußt,
dass die Mitarbeiter in vielen Einrichtungen über wenig Zeit
verfügen. Aber für Hygienemaßnahmen muß die Zeit
einfach da sein. Dadurch lassen sich viele Krankheitsfälle
schlicht vermeiden.“, so Marlies Deppe (Anm.: Holzwickede / Mitglied
des Kreistages) für die Frauen-Union Kreis Unna.
„Krankenhausinfektionen
stellen eine der größten Herausforderungen unter allen
Infektionskrankheiten mit großer Bedeutung für die
öffentliche Gesundheitswirtschaft dar. Die multiresistenten
Erreger nehmen nicht nur zahlenmäßig zu, sondern sie stellen
die Medizin auch vor immer größer werdende therapeutische
Herausforderungen, weil es immer weniger Therapieoptionen gibt und die
Erreger praktisch unbehandelbar werden. Dadurch das Patientien immer
kürzer im Krankenhaus liegen und die ambulante Behandlung
zunehmende Bedeutung erhält, muss der Kampf gegen multiresistente
Erreger auch auf die ambulante Medizin und die Pflegeeinrichtungen
dringend ausgeweitet werden. Die Weiterverbreitung dieser Erreger ist
durch das Einhalten bekannter Hygienestandards und einer sachgerechte
Verordnung von Antibiotika vermeidbar.“, kritisiert Marlies Deppe
für die FU Kreis Unna das oft zu schnelle und zu häufige
Verschreiben von Antibiotika.
Unna, den 01. Juli 2011
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