aus Hellweger Anzeiger: Montag, 14. Februar
2011
Nach
Gutachten Mehrheit für Ostumgehung
Lausmann
sieht Ratsbeschluss als Verpflichtung – Lkw-Verkehr steigt
Von Gabriele Hoffmann
HOLZWICKEDE • "Wir
haben uns lange Gedanken über die Ostentlastung gemacht",
widerspricht CDU-Parteichef Frank Lausmann dem in einem Leserbrief
geäußerten Vorwurf der 180-Grad-Wende.
Auch die Aussagen des Grünen-Fraktionschefs Friedhelm Klemp (wir
berichteten) bedürfen einer Richtigstellung, meint der
CDU-Ratsherr und erinnert, dass jahrelang intensiv über Ost- oder
Westtangente gestritten wurde. Die CDU sei immer für die
Entlastung des Ortes gewesen, habe aber zunächst Gutachten und
Linienbestimmungsverfahren zu Verkehr, Ökologie und Städtebau
abgewartet. Auf Empfehlung der Gutachter, habe sich die Mehrheit von
CDU, SPD und FDP für die östliche Umgehung des Ortes
ausgesprochen.
Den Ratsbeschluss sieht Lausmann als Verpflichtung an und verspricht,
um die Priorisierung der Straße zu kämpfen. Ziel des
Verkehrsausschussvorsitzenden: „Ich möchte noch in meiner Amtszeit
den ersten Spatenstich setzten.“ Die Legislaturperiode endet 2014 mit
der nächsten Kommunalwahl.
Lausmann verweist auf Gutachten, die einen Anstieg des Lkw-Verkehrs in
NRW bis 2025 um 80 Prozent, des Pkw-Verkehrs um 13 Prozent vorhersagen.
„Das sind Fakten, die muss man zur Kenntnis nehmen“, sagt er an die
Adresse von Klemp. Deshalb sollen Nord- und Hauptstraße für
Lkw gesperrt werden. Im übrigen betreibe Klemp, so Lausmanns
Vorwurf, „Augenwischerei“. Denn keine Kommune könne
Maßnahmen im Millionenbereich ohne das Land finanzieren. Das gilt
für den Ausbau der Montanhydraulikstraße, der im
Zusammenhang mit der Landstraße steht.
Bildunterschrift
unter einem Foto der Kreuzung Nord-/Stehfendtraße:
Schwerlastverkehr mitten in Hozwickede: Die Befürworter der
Ostumgehung möchten das abstellen.
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