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aus Westfälische Rundschau: Freitag, 01. Juli 2011

Rolf Kersting: „CDU war nie Befürworter von Spielplatzverkäufen, sondern Bedenkenträger“

SPD erklärt Spielplätze zum Tabu

            von Peter Gräber

Holzwickede.  Das Thema Spielplatzverkauf wird nicht einmal mehr im nächsten Bau- und Planungsausschuss auf der Tagesordnung stehen. Wie Vorsitzender Michael Klimziak bestätigt, ist es komplett von der Tagesordnung abgesetzt worden. Darauf hatten sich die Fraktionsspitzen kurzfristig am Mittwochabend verständigt.
Zu klar war der Meinungsumschwung in dieser Frage. Auch CDU-Fraktionschef Rolf Kersting meldete sich gestern zum Thema: „Wir hatten ja bereits in unserer Stellungnahme zu den Haushaltsberatungen im November vorigen Jahres betont, dass es uns sehr schwer fallen würde, uns von den Spielplätzen zu trennen.“ Als einzige Fraktion habe die CDU damals auch gegen die Aufgabe des Spielplatzes am Nelkenweg gestimmt. „Die CDU war nie Befürworter von Spielplatzverkäufen, sondern Bedenkenträger.“ Wenn es nun die Finanzen zulassen, dass Spielplätze nicht mehr zur Haushaltssicherung verkauft werden müssen, sei das ganz im Sinne der CDU. „Dem Verkauf der Fläche an der Buchholzstraße hätten wir aber sowieso nicht zugestimmt.“ Das Thema werde nun im Fachausschuss nicht mehr behandelt, weil es „einen Meinungswandel“ gegeben habe und „auch kein Handlungsbedarf mehr“ bestehe.
Konkret stehe „eine Umwandlung der Spielflächen nicht mehr zur Diskussion“. Sie sei lediglich Bestandteil des Haushaltssicherungskonzeptes. „Deshalb müssen wir uns auch erst zu den nächsten Haushaltsberatungen wieder mit diesem Thema befassen.“
Während Rolf Kersting sich für die Zukunft nicht weiter festlegen wollte, kommt von SPD-Fraktionschef Michael Klimziak bereits ein endgültiges Nein zu Spielplatzverkäufen: „Wie es aussieht, wird sich die Einnahmesituation ja soweit verbessern, dass wir die Flächen nicht mehr verkaufen müssen. Aber selbst wenn sich die Kassenlage nicht entscheidend verändern würde, gäbe es ein klares Nein von der SPD zum Verkauf von Spielflächen. Unser erstes Votum war einfach etwas unüberlegt“, räumt Klimziak ein. „Spielplätze verkaufen ist ja wirklich nicht familienfreundlich. Deshalb gehen wir an dieses Thema auf keinen Fall mehr ran.“ 



Bildunterschrift: Wird nicht verkauft: der Spielplatz an der Buchholzstraße.

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