Kommunale
Struktur und Wirtschaftspolitik
Standortpolitik
für Handel, Handwerk, Gewerbeund
Dienstleistungen
Der Grundpfeiler der sozialen
Marktwirtschaft ist eine ausgewogene Struktur von Klein-,
Mittel- und
Großbetrieben. Neben dem
stufenweisen Ausbau des Gewerbeparkes Chaussee
fordert die CDU die
Unterstützung des Einzelhandels im Ortskern. Dem
neugegründeten
Aktivkreis Holzwickede für
Handel, Handwerk, Gewerbe und Dienstleistungen wird Unterstützung
zugesichert.
Es muß Strukturpolitik
für den
Einzelhandel durch Gestaltung eines Zentrums betrieben werden.
Dies könnte
verwirklicht werden durch die Bebauung am Emscherpark zur
Hauptstraße
hin.
Hier kann sich in
Ergänzung des vorhandenen Einzelhandels ein neues Zentrum
entwickeln, indem
sowohl Einkaufen, Wohnen als auch Kommunikation
möglich ist.
Dabei sollte der Emscherpark
in die Neugestaltung einbezogen werden.
Die Gemeinde Holzwickede
sollte für das Projekt einen Investor finden.
Insoweit belastet diese
Maßnahme den kommunalen Haushalt nicht.
Fläche des
Eisenwerkes Caroline der
Firma Wiederholt
Die CDU sieht eine Chance in
der
Umnutzung dieses ca. 10 ha großen Gebietes von einer
gewerblichen Baufläche in
eine Wohnbaufläche mit verschiedenen Dienstleistungsangeboten.
Vor einer Kaufentscheidung
sind alle Risiken gründlichst abzuwägen.
Die CDU trägt im
Hinblick auf die städtebauliche Chance die Haushaltsansätze
mit.
Im Flächennutzungsplan ist
Bauland an der Schäferkampstraße ausgewiesen, um für
Folgegenerationen auch noch Bauland in
Holzwickede
vorzuhalten.
Durch die Umnutzung der
Flächen der Industrie- und Bahnbrachen wird erhebliches
Bauland geschaffen, damit
erübrigt sich der Vorhalt im Flächennutzungsplan.
Bahnbrache Stehfenstraße
Dieses Areal ist im Eigentum
der
Bahn und soll der Vermarktung zugeführt werden.
Die CDU sieht darin
eine weitere städtebauliche Chance.
Es wird nachhaltig der
geplante Durchstich für Fußgänger zum Bahnhof
begrüßt.
Kleingartenanlage Aschenpfad
Die Anlage steht bei der
Neugestaltung zur Disposition und soll nach Auffassung der Bahn
in Bauland umgewandelt werden.
Die CDU setzt sich
dafür ein, dass
den Kleingärtnern,die heute dort Gärten betreiben,
diese erhalten bleiben bzw.
einvernehmliche Lösungengefunden werden.
Lockschuppengelände
Das der Gemeinde
gehörende Gelände ist in das städtebauliche
Gesamtkonzept
einzubeziehen.
Die Umgestaltung ist mit dem
Konzept in Einklang zu bringen.
Bis dahin sollte von
separaten Lösungen abgesehen werden.
Bundeswehrgelände
und Immobilien in
Holzwickede, Hengsen und Opherdicke
Die Grundstücke und
Immobilien gehören der Bundesvermögensverwaltung. Durch den
Weggang entfällt die
Nutzung als Bundeswehreinrichtungen und –gelände.
Die CDU beantragt, eine
Kaufoption auf die Turnhalle und Sportplatz an der
Margaretenstraße zu erwerben und im
Investitionsprogramm vorzusehen.
Hinsichtlich der weiteren
Anlagen sollte zunächst überdacht werden, ob eine kommunale
Nutzung
in Frage kommt. Besonders ist
hierbei ein Sportstättenkonzept gefragt.
Für die Leichtathleten,
Fußballer, Schützen und Reiter besteht Bedarf.
Die CDU fordert einen
interfraktionellen Arbeitskreis, um gemeindliches Interesse zu
erheben.
Marketing
Auf Initiative der CDU ist
Stadtmarketing für Holzwickede entstanden.
Die CDU wird den Prozess
weiterhin konstruktiv begleiten und die in den Arbeitskreisen
erarbeiteten
Vorschläge insbesondere
auch zur Zentrumsgestaltung in die Entscheidungen zur Umsetzung
einbeziehen.
Für erste
Marketingaktivitäten sollten 20.000 DM Haushaltsmittel ( aus
2000 u. 2001 )
zur Verfügung stehen.
Dabei kann die
Marktplatzgestaltung nicht wegen der Finanzierung der
Brachengroßprojekte
auf der Strecke bleiben.
Im Zusammenhang mit der
Bebauung zum Emscherpark und der Umgestaltung des
Parkes selbst, sollte auch der Marktplatz
umgestaltet werden.Hierzu gehört auch die
immer wiederholte
Forderung nach einer öffentlichen
Toilette.
Es wird vorgeschlagen, im
Investitionsprogramm Mittel vorzusehen, die bei
Verwirklichung des Bebauungsplanes 8a zum
Emscherpark zur Verfügung stehen.
Verkehr
Das von der CDU getragene
Verkehrskonzept geht davon aus, dass der Verkehr, der heute
hauptsächlich auf Nord-
und Hauptstraße fließt, künftig auf drei Achsen
verteilt wird : Die
bestehende Achse mit Nord- und
Hauptstraße sowie eine östliche und westliche
Entlastungsstraße.
Während die westliche
Entlastungsstraße erstellt wurde, steht die östliche
Entlastung
mit Autobahnanschluss am
Ölpfad vor der Realisierung.
Durch die Schließung der
Steinbrinkstraße und Konzentration des Verkehrs auf die
Zeche-Norm-Straße an der Ostseite des
Flughafens
hat Holzwickede erhebliche Belastungen zu
tragen.
Der Bau einer Verbindung
zwischen dem Ölpfad und der östlichen Flughafenumfahrung
könnte die
Verkehrsprobleme entschärfen. Der auf Dortmunder Gebiet
entstehende
Verkehr ist auf dem kürzesten
Weg auf das Autobahnnetz zu führen.
Die Realisierung erfolgt nicht
auf Holzwickeder Gemeindegebiet und belastet damit den
Holzwickeder
Haushalt nicht.
Die westliche Umgehung wird
noch
nicht in dem Maße angenommen, wie angeboten.
Die CDU – Fraktion beantragt
entsprechende Beschilderung der
Vincenz-Wiederholt-Straße und der
Rausingerstraße. Für diese Beschilderung sind
Mittel
vorzusehen. Damit die westliche Umgehung
voll ihrem Zweck gerecht wird,
sollten Planungen angestellt werden, wie diese
Richtung
Süden weitergeführt werden
könnte. Auch im Zusammenhang
mit dem Bundeswehrgelände an
der
Margaretenstraße ergeben sich hierdurch
neue Perspektiven.
Parken
In reinen Wohngebieten ist in
verkehrsberuhigten Zonen Parken nur auf dafür gekennzeichneten
Flächen erlaubt. Die
besondere Situation am Düsseldorfer Weg kann durch Einrichtung
eines Kleinparkplatzes
entschärft werden. Die CDU beantragt den Bau und die
Bereitstellung von max. 20.000 DM
hierfür.
Die CDU fordert den Abbau
von
Pflanznasen an parkraumeinschränkenden Stellen.
ÖPNV und Nachtbus
Der öffentliche
Personennahverkehr im Gemeindegebiet muss weiter optimiert werden.
Die CDU fordert, dass
von den Verkehrsbetrieben an Wochenenden ein Nachtbus
für Jugendliche
eingesetzt wird. Die Wartehäuser der ehemaligen
Bushaltestellen
an der Hamburger Allee sind
zu heutigen Haltestellen zu verlegen.
Bahntickets
Es kann nicht Aufgabe der
Gemeinde sein, den Ticketverkauf für die Bahn zu betreiben.
Die CDU fordert die Gemeinde
auf, Kontakt mit geeigneten Verkaufsstellen
aufzunehmen, ob diese nicht das
Auftragsgeschäft in Kooperation durchführen können.
Flughafen
Es laufen gegenwärtig noch
zwei Klageverfahren gegen den Flughafenausbau, das erste richtet sich
noch gegen die 1400m – Bahn, das
zweite gegen die jetzt in Betrieb genommene 2000m – Bahn.
Die CDU fordert, die Klage
gegen die 1400m – Bahn für ihre Immobilie Nordschule
mangels Erfolgsaussicht
zurückzuziehen und die Verfahrenskosten hierfüreinzusparen.
Im übrigen klagt hiergegen
kein Holzwickeder Bürger.
Im Verfahren gegen
die 2000m – Bahn fordert die CDU weitergehenden Lärmschutz
über die zugestandenen
Lärmschutzzonen
hinaus.
Die CDU fordert, dass
Flüge nicht über Holzwickeder Wohngebiet gehen.
Schulen
Da der Einsatz von PC’s im
Unterricht praktisch zum Grundstandard der
schulministeriellen Vorgaben gehört,
fordert die CDU den Raumbedarf für die
Einrichtung einesweiteren PC – Raumes zu
erheben und
entsprechende Mittel hierfür
bereitzustellen.
An der Nordschule sollten in
2001 die Fenster an der gesamten Westfassade
erneuert werden. Deshalb wird
Aufstockung der
Haushaltsmittel von 100.000 DM auf
200.000 DM gefordert.
Es wird beantragt, das Forum
der Hauptschule mit einer neuen Beschallungsanlage
auszustatten. Hierfür sind Mittel in
Höhe von 10.000 DM einzuplanen.
Sport und Freizeit
Die CDU fordert ein
Sportstättenkonzept für Holzwickede.
Es ist der Bedarf zu erheben
und ein Konzept unter Einbeziehung des Sportzentrums an
der Jahnstraße, des
Sportplatzes am Schulzentrum, des Bundeswehrsportplatzes, des
Opherdicker Sportplatzes, sowie
aller Turnhallen zu erstellen. In das
Sportstättenkonzept ist auch
eine Schießanlage für
Schützen sowie eine Anlage für
Reiter einzubeziehen.
Der Opherdicker Sportplatz soll
mit Kunstrasen ausgestattet werden, dafür hat die CDU votiert.
Obgleich das Land NRW diese
Maßnahme erst in zwei Jahren bezuschussen würde,
damit rund 240.000 DM
verlorengehen, spricht sich die CDU für den Einbau in 2001
aus.
Ebenso fördert das Land
NRW nicht die Sanierung des Beckenkopfes am Nichtschwimmerbecken
in der Schönen Flöte.
Insgesamt verzichtet die Gemeinde damit für den Kunstrasenplatz
und das
Schwimmbecken auf rund 400.000
DM.
Dies macht deutlich, dass bei
Vorhandensein eines Sportstättenkonzeptes, das auch über den
Zustand der vorhandenen Anlagen
Aufschluß gibt, rechtzeitig hätte gehandelt werden
können.
Für die Schöne Flöte fordert die
CDU ein Konzept
für ganzjährige Nutzung auch für
den Nichtschwimmbetrieb.
Kultur
Die CDU bekennt sich zur
Freiheit der Kunst und zum Grundsatz der öffentlichen
Kulturförderung.
Die Hallen auf dem
Gelände der Eisenwerke Caroline der Firma Wiederholt
– wie das Waschkauengebäude
- , die in der Bausubstanz erhaltenswert sind, sollten im
Gemeindeeigentum bleiben und
wegen ihrer zentralen Lage für kulturelle
Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt
werden. Hier ließe sich auch eine
Holzwickeder Heimatstube einrichten.
Wirtschaftliche Verwaltung
Die CDU tritt nach wie vor
für eine Privatisierung nichthoheitlicher Aufgaben ein, wenn diese
von
Privatunternehmen
wirtschaftlicher erbracht werden können. Für den
Schulreinigungsdienst wurde
unwirtschaftliche Reinigung
verwaltungsseitig festgestellt und gegen die Stimmen der CDU
beschlossen.
Der Verwaltungshaushalt
beinhaltet bei den Personalkosten insoweit unwirtschaftliche
Bestandteile.
Die CDU trägt diesen
Haushaltsansatz nicht und spricht sich aufs schärfste
gegen die
Unwirtschaftlichkeit aus.
Auswirkungen auf den kommunalen Haushalt
Bund und Land bürden den
Kommunen immer neue Aufgaben und Lasten auf, um sich selbst zu
entlasten. Der rot – grüne
Plünderungszug durch die Gemeindekassen erreicht jetzt eine neue,
gefährliche Dimension. Durch das
Steuersenkungsgesetz
und die Ausgleichsmaßnahmen zur
Ökosteuer belastet die
Bundesregierung die Kommunen in den kommenden
Jahren mit
unmittelbaren Steuerausfällen in
Milliardenhöhe. Im Jahr 2001 summieren sich die
gemeindlichen
Steuerausfälle in NRW bereits auf rund 1,9
Mrd. DM,
Tendenz steigend.
Besonders fatal :
Die ungerechte
Lastenverteilung.
So sollen die Städte und
Gemeinden im Jahresdurchschnitt bis 2006 rund 18 Prozent aller
Steuermindereinnahmen
schultern,
obwohl der Anteil ihrer Steuereinnahmen am
Gesamtsteueraufkommen derzeit nur bei 12,5 Prozent
liegt. Auf diese Weise wälzen Bund und
Land große Teile der
Kosten ihrer Politik auf die Kommunen ab. Die NRW –
Landesregierung will die
Gelder für die Kommunen erneut drastisch
kürzen. Während andere
Bundesländer die
Finanzzuweisungen an ihre Städte und
Gemeinden erhöhen, greift Rot – Grün in NRW weiter
schamlos in die Stadt – und Gemeindesäckel.
Der Entwurf des NRW –
Gemeindefinanzierungs-
gesetzes 2001 sieht eine Reduzierung der
Schlüsselzuweisungen um 1,9 Prozent oder
221 Millionen
DM vor. Die Investitionspauschalen sollen um 32,5 Prozent, die
Zweckzuweisungen
um 5,2
Prozent gekürzt werden.
Zusammenfassung
Der Haushaltsplan 2001 der
Gemeinde Holzwickede wird im Verwaltungshaushalt auf
rund 52 Millionen DM und im
Vermögenshaushalt auf rund 22,5 Millionen DM festgesetzt.
Die Kreditaufnahme wird auf
13,5
Millionen DM und die Verpflichtungsermächtigungen auf
ca. 8,2 Millionen DM
festgesetzt.
Die
Forderungen der CDU
zum Erwerb des Bundeswehrsportplatzes und
der Turnhalle an der
Margaretenstr
zur Umgestaltung des Zentrums mit
Emscherpark, Marktplatz
und öffentlicher
Toilettenanlage machen die Aufnahme ins
Investitionsprogramm erforderlich.
Die Haushaltsansätze
2001 sind
- die Anlegung eines
Kleinparkplatzes am
Düsseldorfer Weg um 20.000 DM
|
- den Nachtbus für
Jugendliche
|
- einen
weiteren PC–Raum am Clara-Schumann-Gymnasium
|
- eine neue Beschallungsanlage im
Forum der
Hauptschule um 10.000 DM
|
- die
Fenstererneuerung an der gesamten Westseite der Nordschule
um 100.000 DM
|
- unwirtschaftlichen
Reinigungsdienst
|
|
Nach Anpassung der Haushaltsansätze findet
der Haushalt 2001,
der im wesentlichen
durch die Finanzierung der Brachen geprägt
ist, Zustimmung der
CDU – Fraktion.
Die Großprojekte dürfen nicht zur
Beeinträchtigung
der originären Gemeindeaufgaben
führen.
Alle in der vorstehenden Stellungnahme der CDU –
Fraktion zum
Haushalt 2001 aufgestellten Forderungen werden zu
Anträgen erhoben.
Holzwickede, den 11. Februar 2001
Der Fraktionsvorsitzende